2.21 – Böses Blut
The Breach

· Guide Enterprise
Autor

Staffel 2, Episode 21: Böses Blut (The Breach)Die Besatzung der Enterprise wird um Hilfe bei der Evakuierung einer Gruppe von denobulanischen Geologen gebeten, die sich auf einem von einer militanten Fraktion übernommenen Planeten befinden, und da sich die Geologen tief unter der Erde befinden, muss die Besatzung der NX-01 ein paar verräterische Manöver durchführen. Phlox sieht sich einem ganz anderen Problem gegenüber, nachdem sich einer der Evakuierten, ein Antaraner der mit einer tödlichen Strahlendosis verseucht wurde, von ihm nicht behandeln lassen will, da es zwischen seinem Volk und den Denobulanern eine sehr alte Blutfehde gibt.

Fakten

  • Erstausstrahlung USA: 23.04.2003
  • Erstausstrahlung BRD: 06.11.2004 (SAT.1)
  • Produktionsnummer: 047
  • Story: Daniel McCarthy
  • Drehbuch: Chris Black & John Shiban
  • Musik:
  • Regie: Robert Duncan McNeill  
  • Missionsdatum: Unbekannt

Hauptdarsteller

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Gastdarsteller

Wissenswertes

  • Für eine Szene, in der Anthony Montgomery (Travis Mayweather), Connor Trinneer ('Trip' Tucker) und Dominic Keating (Malcolm Reed) die Denobulaner aus ihrer misslichen Lage befreien, bekamen die drei Schauspieler ein spezielles Klettertraining. (20.02.2003)

Zusammenfassung

Auf der Krankenstation ist Phlox gerade mit dem Füttern seiner Tiere beschäftigt, als Hoshi herein kommt. Der Doktor nimmt einen Tribble aus einem Behälter und erzählt der Kommunikationsoffizierin ein wenig von diesen süßen Tierchen. Sie darf das Pelzknäuel sogar in die Hand nehmen. Dann nimmt Phlox es wieder und wirft es in einen Reptilienkäfig. Hoshi ist ersteinmal geschockt. Dann übergibt sie dem Doktor eine dringende Nachricht von der denobulanischen Wissenschaftsakademie und geht. Phlox ist vom Inhalt der Nachricht nicht gerade begeistert.

Drei denobulanische Geologen haben auf einem Planeten in einem komplizierten unterirdischen Höhlensystem geforscht. Vor drei Wochen verlor die denobulanische Wissenschaftsakademie den Kontakt zu ihnen. Unglücklicherweise regiert auf dem politisch sehr instabilen Planeten seit Kurzem eine Gruppe, die alle Außerirdischen von ihrem Planeten haben will. Andernfalls werden sie gefangen genommen oder sogar getötet. Die Denobulaner können kein Schiff rechtzeitig hinschicken. Die Enterprise ist hingegen weniger als ein Tag entfernt und soll die Geologen retten. Zuerst müssen sie diese aber finden. Da Mayweather schon etwas Erfahrung im Bergsteigen hat, soll er mit Tucker und Reed in das Höhlensystem hinunter steigen. Nach der Besprechung bedankt sich Phlox nocheinmal bei Archer, dass dieser ihm die Bitte erfüllt. Wenige Zeit später erreicht die NX-01 den Planeten. Trip, Malcolm und Travis beladen die Raumfähre mit ihrer Kletterausrüstung. Captain Archer kommt zu ihnen und erklärt, dass er mit der Regierung des Planeten gesprochen hat. Das Kletterteam hat drei Tage Zeit, um die Geologen herauszuholen. Das Militär bereitet schon Suchtrupps vor, um Außerirdische zu finden, sobald das Ultimatum abläuft. Archer möchte, dass sie eineinhalb Tage lang suchen und sich spätestens dann auf den Rückweg machen. Kurz darauf startet die Raumfähre zum Planeten. Mehrere Schiff kommen ihr von der Oberfläche entgegen.

Zur selben Zeit wird Archer auf die Brücke gerufen. Ein Transporter hat einen Notruf ausgesannt. Die Reaktorhülle hat ein Leck. Der Transporter bittet die Planetenbewohner landen zu dürfen. Es gibt mehrere Verletzte und ein Strahlungsleck. Die Planetenbewohner lehen ab. Sie drohen sogar, den Transporter bei einem Landeversuch anzugreifen. Archer lässt einen Kurs setzen und kurz darauf dockt die NX-01 am beschädigten Transporter an. Die Verletzten werden auf die Krankenstation gebracht, wodurch Phlox alle Hände voll zu tun bekommt. Als ein weiterer bewusstloser Verletzter hereingetragen wird, starrt der Doktor diesen regungslos an. Schließlich gibt er den Trägern doch noch weitere Anweisungen. Sein entsetzter Blick bleibt aber. Unterdessen haben Trip, Malcolm und Travis die Oberfläche erreicht. Durch einen kleinen Eingang dringen sie in das Höhlensystem ein. Nach kurzer Zeit kommen sie an einen steilen Abhang, woraufhin Mayweather das Seil befestigt und den Abstieg beginnt.

Auf der Krankenstation hat sich die Lage inzwischen beruhigt. Die meisten Verletzten sind auf dem Weg der Besserung. Der Patient, dessen Ankunft Phlox so geschockt hat, wurde aber sehr stark verstrahlt. Der Doktor konnte ihn zwar stabilisieren, allerdings benötigt er eine spezielle Behandlung um zu überleben. Während Phlox Archer über diese Behandlung aufklärt, erwacht der Verletzte. Er möchte wissen, wo er sich befindet und Archer erzählt ihm von dem Unfall auf seinem Transporter. Als der Verletzte Phlox entdeckt fordert er sofort, dass dieser den Raum verlässt. Er will lieber sterben, als sich von ihm behandeln zu lassen. Auf dem Flur vor der Krankenstation erzählt Phlox dem Captain, dass die Denobulaner einst einen Krieg mit dem Volk des Verletzten, den Antaranern, führte. Obwohl dies schon 300 Jahre her ist, sind die beiden Völker immer noch nicht gut auf einander zu sprechen. Archer schlägt vor, den Antaraner zur Not zu betäuben und ihn dann zu behandeln. Phlox lehnt dies aber ab, da bei den Denobulanern der Wille des Patienten das höchste Gewicht hat. Archer gibt sich damit nicht zufrieden. Er will, dass der Antaraner geheilt wird. Schließlich befiehlt er es Phlox sogar. Dieser befürchtet aber, den Befehl nicht befolgen zu können.

Das Suchteam seilt sich immer noch in die scheinbar unendlichen Tiefen des unterirdischen Höhlensystems ab. Auf einem kleinen Felsvorsprung gönnen sich Trip und Reed eine kleine Pause, während Mayweather weitersucht. Die Höhle führt noch sehr viel tiefer ins Planeteninnere. Auf dem Vorsprung fällt Reed eine kleine Plastikbox in einem Loch an der Seite ins Auge. Die Schrift auf der Box identifiziert Trip als denobulanisch. Er öffnet sie und findet darin Gesteinsproben. Die drei sind auf der richtigen Spur.

Archer besucht den Antaraner namens Hudak auf der Krankenstation und erkundigt sich nach dessen Befinden. Dieser möchte auf sein Schiff zurück. Archer erklärt ihm, dass das wegen der Strahlung noch nicht möglich ist. Weiterhin erklärt er, dass Hudak ohne die Behandlung nicht überleben wird. Er soll sich von Phlox heilen lassen. Der Antaraner lehnt dies aber weiter ab. Er erzählt, dass die Denobulaner im Krieg 20 Millionen Antaraner töteten. Archer fragt ihn, ob er ein weiteres Opfer des Krieges, der vor 300 Jahren endete, werden will. Der Captain kennt Phlox seit zwei Jahren und war immer zufrieden. Hudak lässt sich aber nicht überzeugen. Seit sechs Generationen gelang es seinem Volk, die Denobulaner zu meiden. Dies will er fortführen. Archer schlägt dem Antaraner vor, etwas Zeit mit Phlox zu verbringen, um so die Vorurteile zu überwinden. Hudak macht dem Captain den Gegenvorschlag, einmal in den historischen Archiven der Antaraner zu stöbern. Doch Archer fällt seine Urteile lieber aufgrund von eigenen Erfahrungen. Er bittet den Antaraner sich nicht wegen irgendwelcher Vorurteile sinnlos zu opfern.

Nach dem Gespräch mit Hudak besucht Archer Phlox in dessen Quartier. Er möchte genaueres über den Konflikt zwischen den beiden Spezies erfahren. Der Doktor erklärt, dass die Denobulaner nicht sonderlich stolz darauf sind und versuchen ihn hinter sich zu lassen. Er gibt zu, dass Hudak der erste Antaraner ist, den er je getroffen hat, so wie Phlox der erste Denobulaner ist, den Hudak je getroffen hat. Archer findet es sonderbar, dass in 300 Jahren keine Seite eine Annäherung versuchte. Möglicherweise haben die Denobulaner den Krieg zu schnell hinter sich gelassen. Phlox erklärt, dass die Situation kompliziert ist. Von Kindesbeinen an wird den Antaranern eingetrichtert, dass Denobulaner Feinde sind. Archer fordert Phlox auf, Hudak das Gegenteil zu beweißen und dessen Vertrauen zu gewinnen. Zumindest soll es der Doktor versuchen. Immerhin ist Phlox Arzt und der Antaraner sein Patient. Er soll einen Weg finden, diesem zu helfen.

Das Kletterteam hat mittlerweile eine längere Strecke zurückgelegt. Nun müssen sie über einen dünnen Felsvorsprung an einer Wand entlang eine Schlucht überwinden. Nach einigen Metern stoppen sie kurz, damit Travis ein Sicherungsseil an der Felswand befestigen kann. Während der Ensing damit beschäftigt ist, rutscht Reed plötzlich ab. Da die drei Männer zusammengebunden sind, werden auch Trip und Travis nacheinander mit hinuntergezogen. Travis' Haken ist noch nicht in der Wand befestigt, weshalb für das Kletterteam eine längere Rutschpartie abwärts beginnt. Schließlich endet der Weg. Reed und Trip stürzen in die Tiefe. Im letzten Moment gelingt es Mayweather, sich gegen den Fels im Boden zu stemmen und den Fall seiner Kollegen aufzuhalten. Während er verzweifelt das Seil festhält, baumeln Trip und Malcolm über dem Abgrund. Sie schwingen hin und her und versuchen sich an der Wand festzuhalten. Allmählich wird Travis das Seil zu schwer. Schließlich kann er es nicht mehr halten und es rutscht durch seine Finger. Im gleichen Moment gelingt es Trip, einen Haken in der Felswand zu befestigen. Er und Malcolm klettern wieder nach oben zu Travis und müssen feststellen, dass das Bein des jungen Ensingns gebrochen ist. Er kann nicht weiter klettern und so beschließt Trip, Travis hier zu lassen und auf dem Rückweg wieder mitzunehmen.

Auf der Krankenstation führt Dr. Phlox einige Untersuchungen an Hudak durch, während dieser schläft. Als der Verletzte erwacht, ist er dem Denobulaner gegenüber sofort sehr feindselig. Phlox versucht dies zu ignorieren und normal mit dem Antaraner zu reden. Er möchte wissen, was seinen Patienten auf den Planeten gebracht hat. Dieser erklärt, dass er die Mythologie der Bewohner studiert hat. Phlox findet es interessant, dass auch drei denobulanische Wissenschaftler den Planeten für sehr interessant halten. Hudak möchte aber viel lieber wissen, weshalb Phlox ihn heilen will. Er vermutet nämlich, dass der Doktor nur sein schlechtes Gewissen beruhigen will. Der Doktor bestreitet dies. Er versucht dem Antaraner zu erklären, dass die Behandlung ungefährlich ist. Dieser stellt fest, dass die Denobulaner sehr viel über die antaranische Physiologie wissen müssten, nach allem was deren Ärzte im Krieg getan haben. Phlox versucht sich trotz aller Provokation auf seinen Arbeit zu konzentrieren. Hudak will wissen, ob der Doktor in seiner Kindheit Alpträume hatte, nach all den schrecklichen Geschichten über die "bösen Antaraner", die ihm erzählt wurden. Phlox geht nicht auf die Frage ein. Der Antaraner will wissen, ob Phlox Kinder hat und ob er diesen auch beigebracht hat, Antaraner zu hassen. Der Doktor entgegnet nur, seine Kinder hätten damit nichts zu tun. Hudak fragt sich, was Phlox' Kinder dazu sagen würden, dass ihr Vater sich mit einem Antaraner im selben Raum aufhält und sogar mit diesem spricht. Schließlich hat der Doktor genug. Er hat versucht, seinen Patienten mit Respekt zu behandeln. Doch nun schreit er diesen an und wirft ihm vor, die Antaraner seien schuld daran, dass es nie eine Annäherung zwischen den beiden Völkern gab. Sie hätten den Hass über Jahrhunderte aufrecht erhalten. Kein Denobulaner würde im selben Raum wie Hudak sein wollen. Dann verlässt Phlox die Krankenstation.

T'Pol geht in die Messe, um etwas zu trinken. Dort trifft sie Phlox alleine an einem Tisch. Sie setzt sich zu ihm. Phlox erkundigt sich nach der Reparatur des Transporters. Diese geht nur langsam voran. T'Pol fragt nach dem Zustand des Antaraners. Der Doktor erklärt, dass er langsam stirbt und dies offensichtlich so will. Er lehnt die Behandlung ab, nur um seinen Standpunkt zu beweisen. Leider muss Phlox zugeben, dass er den Antaraner sogar versteht. Der Doktor beginnt T'Pol eine Geschichte zu erzählen: In seiner Jugend wollte Phlox einmal mit Freunden eine Reise zu einem Planeten nahe Denobula unternehmen. Nach Monaten der Planung wurde Phlox eine Woche vor der Abreise von einer seiner Großmütter angesprochen. Sie erklärte ihm, dass er nicht gehen könne, da der Planet "verdorben" sei. Früher hatten dort Antaraner gelebt und auch wenn sie inzwischen gegangen waren, wurde der Planet als unrein angesehen. Phlox sagte die Reise daraufhin ab. Als er aber selbst Kinder hatte, besuchte er mit ihnen zusammen den Planeten. Er hatte beschlossen, sie nicht so zu erziehen, wie er erzogen worden war. T'Pol findet, dass Phlox' Kinder Glück haben, ihn zum Vater zu haben. Phlox wirkt plötzlich sehr betroffen und geht.

Trip und Malcolm kriechen derweil durch einen engen Gang. Trip hat langsam Zweifel daran, dass sie die Denobulaner noch finden. Plötzlich entdeckt Malcolm mit seinem Scanner drei denobulanische Lebenszeichen. Die beiden kriechen weiter und erreichen schließlich einen großen Raum, in dem die Denobulaner ein Labor eingerichtet haben. Trip stellt sich vor und erklärt, dass sie von der denobulanischen Wissenschaftsakademie geschickt wurden, um die drei Geologen zu holen. Die Denobulaner erklären aber, dass sie nicht weggehen wollen. Trip lässt nicht locker. Wenn die Planetenbewohner die Wissenschaftler finden, werden sie eingesperrt oder sogar hingerichtet. Die Wissenschaftler sehen aber keine Gefahr, wenn sie weiter im sicheren Untergrund bleiben. Bis sie ihre Arbeit, die inzwischen schon sehr weit fortgeschritten ist, beendet haben, könnte schon wieder eine neue Regierung an der Macht sein. Außerdem ist ihre Forschung viel zu wichtig. Mit den Erkenntnissen der drei Geologen, könnten seismische Katastrophen auf Denobula verhindert werden. Allerdings benötigen sie noch etwa zwei bis drei Wochen. Trip wird langsam ungehalten. Er droht den Denobulanern sogar und so lassen sie sich doch noch überzeugen, zu gehen. Zuerst müssen sie aber noch einige Proben zusammenpacken.

Auf der Enterprise versucht Phlox nun, Hudak ohne dessen Zustimmung zu heilen. Als der Antaraner erwacht, wehrt er sich. Er vermutet sofort, dass denobulanische Moralvorstellungen nicht für Antaraner gelten. Phlox gibt zu, dass er als Kind Alpträume von den "bösen Antaranern" hatte. Hudak erwidert, dass Phlox' "Geständnis" gar nichts ändere. Phlox erzählt weiter, dass er Kinder hat, ihnen aber niemals die Geschichten seiner Großmutter erzählte. Er versuchte ihnen so gut er konnte die Wahrheit über die Antaraner zu erzählen. Außerdem wollte Phlox erreichen, dass seine Kinder andere Leute nicht nach der Propaganda beurteilen. Hudak meint abfällig, dass Phlox gar nicht wissen kann, wie die Antaraner wirklich sind. Der Doktor gibt zu, dies nicht zu wissen. Er kann aber sicher sein, dass seine Kinder die Haltung seiner Großmutter altertümlich finden würden, jedenfalls alle bis auf eines. Phlox' jüngster Sohn hat sich einer Gruppe angeschlossen, welche die Antaraner immernoch hasst. Dies Trieb einen Keil zwischen Vater und Sohn. Die beiden haben schon fast zehn Jahre lang nicht mehr miteinander geredet. Phlox erklärt Hudak weiter, dass sein jüngster Sohn sicher glücklich wäre, wenn sein Vater den Antaraner sterben ließe. Phlox will seinen Kindern aber ein Vorbild sein. Hudak könnte leben und seinen Kindern damit ebenfalls ein Vorbild sein.

Tucker, Reed und die drei Denobulaner sind inzwischen auf dem Rückweg. Als sie durch den engen Gang kriechen kommt es zu einer Verzögerung, da einer der Geologen noch eine Gesteinsprobe ausgräbt. Als Trip diese sieht, wird er wütend. Sie haben keinen Platz mehr, um noch mehr zu tragen. Plötzlich geht ein Ruck durch den Fels. Die Gruppe beeilt sich, um aus dem Gang zu kommen. Dann erreichen sie die Kletterseile an den Felswänden. Die Erschütterungen halten an und Reed identifiziert diese als Waffenfeuer, obwohl ihnen noch zwei Stunden bis zum Ablauf der Frist bleiben. Als sie losklettern wollen erklären die Denobulaner zu Trips Erstaunen, dass sie keine Kletterausrüstung benötigen. Sie können problemlos ohne Seil an der Wand hinaufklettern.

Hoshi stellt auf Archers Befehl eine Kommunikationsverbindung mit dem Gouverneur des Planeten her. Der Captain will wissen, weshalb Truppen des Planeten auf das Höhlensystem feuern. Der Gouverneur erklärt, dass dies nichts mit den Sternenflottenoffizieren oder der Denobulanern zu tun habe. Die Armee bekämpfe Soldaten der vorherigen Regierung. Archer ist das egal. Er will, dass seine Leute nicht gefährdet werden, so wie es vereinbart wurde. Der Gouverneur geht aber nicht darauf ein. Archer befiehlt T'Pol, das Schiff anzuvisieren, das auf die Höhlen feuert. Der Gouverneur droht im Falle eines Angriffs mit Vergeltung. Archer erklärt, dass die Enterprise sich ruhig verhalten wird, wenn die sich Planetenbewohner an die ursprüngliche Vereinbarung halten. Andernfalls bekommen sie neben den Soldaten der vorherigen Regierung ein weiteres Problem.

Während Trip und Malcolm mühsam nach oben klettern, krabbeln die Denobulaner problemlos die Wände hoch. Einer der Geologen bemerkt, dass das Bombardement offenbar aufgehört hat. Reed schlägt vor, dass sie sich beeilen.

Phlox kommt auf die Krankenstation, da Hudak mit ihm sprechen wollte. Der Antaraner war von Phlox' Worten offenbar sehr beeindruckt. Er fände es gut, wenn noch mehr Denobulaner so denken würden. Phlox erklärt, dass viele dies tun. Hudak müsste nur mehr kennen lernen. Der hält dies für unwahrscheinlich. Allerdings musste er an seine eigenen Kinder denken. Er hat beschlossen, sich von Phlox behandeln zu lassen.

Das Landeteam hat inzwischen die Planetenoberfläche erreicht und auch Mayweather wurde nach oben gezogen. Captain Archer lässt auf der Brücke das Landeteam rufen, erhält aber keine Antwort. Er will gerade die zweite Raumfähre vorbereiten lassen, als sich Trip doch noch meldet. Sie haben etwas länger gebraucht und nun ist die Frist der Planetenbewohner schon seit zwei Stunden vorbei. Obwohl die Fähre schon auf dem Weg zurück zur Enterprise ist, nähert sich plötzlich ein Patrouillenschiff und eröffnet das Feuer. Trip erkennt aber, dass die Planetenbewohner nur nocheinmal ihren Standpunkt verdeutlichen wollen. Die Fähre wird kurz durchgeschüttelt und entkommt dann mit leichten Schäden.

Einige Zeit später kommt Archer auf die Krankenstation. Dort teilt Dr. Phlox ihm mit, dass Hudaks Behandlung erfolgreich war. Archer ist froh darüber und möchte wissen, wie Phlox den Antaraner überzeugen konnte. Dieser verweist aber auf die ärztliche Schweigepflicht und schweigt. Schließlich bringt Archer Hudak zur Luftschleuse. Während sich die beiden unterhalten meint Archer, es sei schade, dass Hudak nur sehr wenig auf dem Planeten forschen konnte. Der Antaraner erklärt daraufhin, dass sein Aufenthalt auf der NX-01 viel lehrreicher war. Archer erzählt weiter, dass die drei denobulanischen Wissenschaftler mit Hudaks Transporter reisen werden. Da sie kein Problem mit der Anwesenheit eines Antaraners haben, ist auch Hudak einverstanden. Er verlässt die Enterprise und der Transporter bricht auf.

Am Abend sitzt Phlox alleine in der Krankenstation. Er beginnt einen Brief an seinen jüngsten Sohn zu schreiben. Die vergangenen Tage haben in Phlox etwas bewegt und nun möchte er zumindest versuchen, seinen Sohn wieder zu erreichen.

Analyse

Mit "Böses Blut" (Org. "The Breach") bietet Enterprise erneut eine stark charakterbezogene Folge. Sehr erfreulich ist dabei, dass sie sich hauptsächlich mit einem Nebencharakter, nämlich Doktor Phlox, beschäftigt. Die sonstigen Hauptpersonen Archer und T'Pol treten etwas in den Hintergrund. Einzig Trip, als einer der "großen Drei", hat eine größere Rolle. Grundsätzlich teilt sich die Episode in zwei Handlungsbögen, die parallel verlaufen und im Grunde auch gleich wichtig sind. Allerdings klafft bei der inhaltlichen Qualität eine gewaltige Schlucht zwischen den beiden. Der interessante und sehr sehenswerte Teil von "Böses Blut" (Org. "The Breach") ist die Geschichte rund um Phlox und den Antaraner Hudak. Wir erfahren dabei etwas mehr über die Denobulaner und vor allem ihre Vergangenheit, welche offensichtlich nicht so strahlend ist, wie Phlox' legendäres Lächeln in "Aufbruch ins Unbekannte" (Org. "Broken Bow"). Im Krieg gingen die Denobulaner scheinbar nicht gerade zimperlich mit den Antaranern um, was diese ihnen nun schon 300 Jahre nachtragen. Seit Ende des Krieges gab es zwischen den beiden Völkern keine nennenswerten Kontakte und so hat es sich in beiden Gesellschaften lange Zeit etabliert, den jeweils anderen zu hassen. Obwohl Phlox zu Beginn eindeutig der aufgeschlossenere Charakter ist, nicht zuletzt, weil Archer es ihm befiehlt, wird bei beiden Personen noch der Einfluss dieser Hasserziehung deutlich. Schließlich gelingt es Phlox aber doch noch, bei seinem Patienten Vertrauen zu wecken und so beginnt eine Annäherung. Die Botschaft wird dabei gut deutlich: Selbst hinter dem scheinbar offensichtlichsten Feindbild kann man einen Freund finden, wenn man sich nur die Mühe macht, ihn kennen zu lernen. Der Charakter von Phlox wird dabei noch näher beleuchtet, als man erfährt, dass sein jüngster Sohn einer anti-antaranischen Gruppierung angehört. Deswegen haben die beiden schon seit Jahren nicht mehr miteinander gesprochen. Interessanterweise wurde schon in "Eine Nacht Krankenstation" (Org. "A Night in Sickbay") erwähnt, dass Phlox eine sehr schlechte Beziehung zu einem seiner Söhne hat. Schön, dass die Autoren dies nicht vergessen haben und es nun näher ausführen. Am Ende versucht Phlox, wieder Kontakt zu seinem Sohn aufzunehmen, indem er einen Brief über die Ereignisse schreibt. Hoffen wir mal, dass die Autoren diesen nicht vergessen. Mit diesem Handlungsstrang hätte man es vielleicht sogar geschafft, an "Liebster Doktor" (Org.: "Dear Doctor") aus der ersten Staffel anzuknüpfen. Doch leider ist nicht alles an "Böses Blut" (Org. "The Breach") so glänzend. Die zweite Handlung um das Bergsteigerteam ist sehr kurz beschrieben: einfallslos, vorhersehbar und im Grunde langweilig. Das Team muss in die Tiefen des Planeten hinabsteigen und natürlich rutschen sie unvorsichtigerweise irgendwann ab. Travis wächst dabei über sich hinaus und kann Trip und Reed gleichzeitig an einem Seil festhalten. Soviel zum Thema Realismus. – Ungewöhnlicherweise benötigt das Team für den Aufstieg, bei dem Travis ja verletzt ist, deutlich weniger Zeit, als für den Abstieg. Dies, obwohl Trip und Malcolm sich noch auf altmodische Weise von Hand nach oben ziehen müssen. Ich hätte mir doch gewünscht, dass man hier wenigstens einen kleinen Motor oder etwas ähnliches benutzt. Das Argument, dies wäre zu teuer, lasse ich dabei auch nicht gelten, denn kurz vor Schluss musste unbedingt noch eine kurze CGI-Sequenz eingebaut werden, in der die Raumfähre von den Planetenbewohnern beschossen wird. Diese war mal wieder total unnötig und sollte vermutlich nur noch schnell zeigen, dass Enterprise eigentlich eine Action-Serie ist. Das Geld hätte man dann doch lieber in eine etwas futuristischere Kletterausrüstung investieren sollen. Am Ende stört mich noch eine weitere Kleinigkeit: Im Verlauf der Folge ist Phlox' Entwicklung eingentlich recht gut nachvollziehbar. Zum Schluss erfahren wir aber, dass auch die denobulanischen Wissenschaftler vollkommen aufgeschlossen sind und keine Probleme mit Hudaks Anwesenheit haben. Dies geht mir doch noch etwas zu schnell. Es wäre doch besser gewesen, wenn man dort noch etwas mehr Reibung zwischen den Rassen zugelassen hätte. Beispielsweise wäre denkbar gewesen, dass zumindest einer der Geologen eine gewisse Abneigung gegen den Antaraner zeigt.

Positiv:

  • die Phlox/Hudak-Geschichte
  • der Tribble-Gag am Anfang

Negativ:

  • die Klettergeschichte

Wertung

Die Positiv/Negativ-Liste sagt im Grunde schon genug über die Bewertung aus. "Böses Blut" (Org. "The Breach") hätte vielleicht noch besser sein können, wenn die zweite Story interessanter gewesen wäre. So erhält sie in der abschließenden Bewertung recht durchschnittliche sieben von zehn Punkten. Vor allem die Phlox-Geschichte bietet noch einiges Potential für künftige Folgen, weshalb ich mal wieder hoffen darf, dass dies nicht vergessen wird. Die Parallele zu "Eine Nacht Krankenstation" (Org. "A Night in Sickbay"), die eigentlich eher indirekt auftaucht, stimmt mich da aber auch ein wenig zuversichtlich.

bp

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