2.18 Todessehnsucht
Death Wish

· Guide Voyager
Autor

voy2x18Die U.S.S. Voyager untersucht einen atypischen Kometen, als die Crew unabsichtlich ein Mitglied des Q-Kontinuums aus seiner dreihundertjährigen Verbannung befreit. Zu ihrem Erstaunen stellt Captain Janeway fest, daß das einzige Ziel des fremden Wesens ist, Selbstmord zu begehen. Da taucht der bekannte Q auf und will dies aber verhindern. Nach einem Streit der Beiden, will Captain Janeway den Streit in einem Gerichtsverfahren klären.

Fakten

  • Erstausstrahlung USA: 19.02.1996
  • Erstausstrahlung BRD: 26.07.1997
  • Produktionsnummer: 130
  • Story: Shawn Piller
  • Drehbuch: Michael Piller
  • Musik:
  • Regie: James L. Conway  
  • Sternzeit: 49301.2
  • Jahr: 2372

Hauptdarsteller

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Gastdarsteller

Wissenswertes

  • Zur Situation der Voyager sagte John de Lancie gegenüber einer amerikanischen Zeitschrift, Paramount und die Q haben einen Vertrag abgeschlossen, dass die Voyager frühestens nach fünf Jahren zurück in den Alpha-Quadranten geschickt wird. Weiterhin sagte er, dass Q sie nicht nach Hause schickt, weil er sich einfach nicht danach fühlt.

Weitere Auftritte der Gastdarsteller

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Zusammenfassung

Die USS Voyager ist auf einen Kometen gestoßen, dessen ungewöhnliche Flugbahn ihre Aufmerksamkeit weckt. Man beschließt ein Stück des Kometen an Bord zu beamen, um es zu untersuchen. B'Elanna hat sich in den Transporterraum begeben und leidet den Beamvorgang. Aber statt eines Stück des Kometen erscheint ein Mann in Sternenflottenuniform auf der Transporterplattform, geht ohne Probleme durch das Eindämmungsfeld und stellt sich der verblüfften B'Elanna als Q vor. B'Elanna kontaktiert Kathryn, die sofort roten Alarm auslösen läßt und sich auf den Weg in den Transporterraum macht.
Q erklärt Kathryn, dass er sie nicht belästigen möchte und lädt sie zum Essen ein. Mit einem Fingerschnipp verschwindet er in einem Lichtblitz, und auch Kathryn findet sich einen Augenblick später im Kasino wieder. Q schüttelt Kathryn die Hand, während verwirrte Besatzungsmitglieder den Beiden zuschauen. Q selbst scheint ebenfalls ein wenig verwirrt zu sein und erwähnt, dass es schon einen Weile her sei seitdem er gesellschaftliche Umgangsformen benötigte. Ein weiterer Fingerschnipp von Q und ein wunderschönes "Dinner for two" erscheint im Kasino. Kathryn ist die ganze Zeit über nicht zu Wort gekommen und möchte sich deswegen selbst einmal vorstellen. Q weiß aber schon längst wer sie alle sind. Auf dem Tisch hat Q "Hasen nach Walliser Art" aufgetischt, wie ihn der Großvater von Kathryn immer zubereitet hat. Neelix, der noch nie was von den Q gehört hat, fühlt seine Position als Schiffskoch verschwinden und beäugt das Ganze voller Mißbilligung. Er wußte nicht, dass Kathryn Hasenbraten mag und er kennt auch keine Hasen ("I didn't know the Captain liked rabbits … what's a rabbit?").

Q drängt Kathryn zu essen; es ist das Wenigste was er tun kann, um sich für seine Befreiung zu bedanken. Er läuft von Crewman zu Crewman und bedankt sich bei jedem. Kathryn hinterfragt seine Inhaftierung und er antwortet, dass er von dem Kontinuum inhaftiert wurde. Kathryn würde gerne den Grund dafür erfahren, aber er bedankt sich noch immer bei jedem Crewman im Raum. Er findet es höchst interessant, dass alle anwesenden Personen sterblich sind, und beneidet Kes sogar dafür, dass sie nur eine Lebensspanne von neun Jahren hat. Sein größter Wunsch ist es ebenfalls zu sterben!

Kathryn ist über Q's Erscheinen an Bord der Voyager nicht besonders erbaut und verlangt Antworten von ihn. Sie konfrontiert ihn mit seinen Taten an Bord der USS Enterprise, über die jeder Captain der Sternenflotte informiert wurde. Aber Q widerspricht. Er sei nicht DER Q, über den ihr berichtet wurde und er möchte verschwinden, bevor die anderen Q ihn finden werden. Er tritt zurück und will seine letzten Worte sagen; er möchte nicht für sich selbst sterben sondern für sie. Es folgt das obligate Fingerschnitten, mit dem er sich wohl das Leben nehmen möchte, doch hierbei geht etwas schief; plötzlich sind alle männlichen Besatzungsmitglieder des Sternenflottenschiffes verschwunden. Q schaut ein wenig reuig als er sein Mißgeschick bemerkt. Kathryn fordert die sofortige Rückkehr ihrer Besatzung und Q versucht es. Dieser Versuch mißlingt aber und er entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten. Trotz allem muß er jetzt aber das Schiff verlassen. Kathryn akzeptiert diese schwache Entschuldigung natürlich nicht und fordert erneut die Rückkehr ihrer Besatzung. Q überlegt nun wer die meiste Erfahrung mit Menschen hat. Einen Augenblick später erscheint er in einem Lichtblitz. DER Q ist zurück und ist über die Tat von Q nicht gerade amüsiert.

Persönliche Anmerkung:
Um bei all den Q's nicht den Zusammenhang zu verlieren, werde ich den "echten" Q, also denjenigen den man aus ST:TNG kennt als Q bezeichnen, und den erst erschienenen Q als Quinn (er erhält den Namen später sowieso).

Q ist mürrisch, da die Menschen in den nächsten hundert Jahren diesen Quadranten eigentlich nicht hätten erreichen sollen. Quinn erwähnt, dass dies nicht seine Schuld sei und Kathryn gibt zu, dass dies ihrer Verantwortung unterliegt. Q kann darauf nur noch sagen, sowas muß ja geschehen, wenn man den Kommandosessel einer Frau überläßt. Er beginnt zu grinsen und … wenn Kathryns Blicke töten könnten… Kathryn fragt Q ob er derjenige sei, von dem sie schon soviel gehört hat und Q stimmt dem zu. Er schaut sich um und fragt nach, ob dies ein Schiff voll Valküren sei, mangels der Anwesenheit von männlichem Personal. Quinn macht auf sich aufmerksam und Q vermutet, dass er mal wieder seine Kräfte nicht kontrollieren konnte, was nach 300 Jahren in dem Komet auch kein Wunder ist. Q schnippt mit den Finger und die komplette Besatzung ist wieder anwesend.

Die Männer schauen sich benommen und verwirrt um. Q wirft einen Blick auf das Tattoo von Chakotay und macht, mit dem für ihn typischen Sarkasmus, eine Bemerkung darüber. Er möchte sich nun verabschieden und mit Quinn zurück in das Kontinuum kehren, jedoch protestiert Quinn dagegen und beantragt bei Kathryn Asyl. Q ist verärgert und möchte etwas unternehmen, aber Quinn ist schneller beim Fingerschnippen.

Q ist verschwunden, das Universum ist verschwunden und die Voyager steckt in den Anfängen des Urknalls fest, einem von Quinns Verstecken. Die Voyager wird durchgeschüttelt und wird die Entstehung des Universums nicht überstehen. Q erscheint und spottet darüber, dass er wohl nicht zulassen wird, dass die primitive DNA der Menschheit über das ganze Universum verteilt wird. Er befiehlt Quinn zurück in sein Gefängnis, aber Dieser schnippt wieder nur mit den Fingern und die Voyager steht unter einem Protonenbeschuss. An diesem Ort wird er sie wohl nicht finden, sagt sich Quinn, kurz bevor Q wieder auf der Voyager erscheint. Ein weiteres Fingerschnippen und die Voyager ist eine Christbaumkugel, gehalten von Q. Der Kontest zwischen den beiden Q könnte noch ewig so weitergehen, aber Kathryn hat genug davon. Sie schäumt vor Wut und möchte von den Q und ihrem ruhmreichen Kontinuum nichts mehr wissen. Q fragt sie, ob ihr schon jemals jemand gesagt hat, dass sie sehr hübsch ist wenn sie böse wird. Bevor Kathryn antworten kann befindet sich die Voyager wieder an ihrem Ausgangspunkt im Deltaquadranten. Kathryn beruft eine Versammlung ein, um den Streit der Beiden zu beenden. Q täuscht Irritation wegen ihrer Insubordination vor. Wie kann es sich ein Mensch wagen, in Gegenwart der Q die Befehle an sich zu reißen?

Q und Quinn stimmen der Anhörung aber schließlich zu. Wenn der Asylantrag abgelehnt wird, soll Quinn zurück in sein Gefängnis. Sollte er allerdings angenommen werden, so soll Quinn die Sterblichkeit erhalten, damit er Selbstmord begehen kann. Beide Parteien stimmen den Anträgen des Anderen zu. Q starrt Kathryn an und erläutert sein Dilemma; Gesetz, Gerechtigkeit, Gnade, die oberste Direktive und alles an was die Föderation festhält, steht für einen unvermeidlichen Konflikt. Was ist denn vorzuziehen; Tod oder das Leben in Gefangenschaft? Q geht in sich und sagt Kathryn schließlich, dass sie aus genau diesem Grund Captain sei, um solche Entscheidungen treffen zu können. Kathryns Blick darauf sagt wieder mal alles aus.

Tuvok ist in seinem Quartier und liest etwas als Quinn erscheint und mit ihm reden möchte. Tuvok fragt ihn, ob die Tendenz des Kontinuums zur Unhöflichkeit evolutionär bedient ist oder angeboren. Quinn erzählt ihm einiges über die Schwächen des Kontinuums und Tuvok wundert sich, weshalb ihm Quinn dies erzählt. Quinn möchte Tuvok als seinen Vertreter bei der Anhörung haben, da der rituelle Selbstmord bei alten und schwachen Vulkaniern geduldet wird. Tuvok stimmt der Bitte von Quinn zu.

Bei der Eröffnung der Anhörung erinnert Kathryn die Anwesenden daran, die Anhörung nicht zu einem Zirkus werden zu lassen. Sie bringt ihre Abneigung gegen den Selbstmord zum Ausdruck und fragt Quinn, weshalb er sich überhaupt umbringen will. Quinn erläutert seine Gründe: Als Unsterblicher wurde er immer müder über seine Existenz. Das Kontinuum besteht aber darauf, dass jedes Mitglied seinen Lebensweg fortsetzen muß. Er glaubt aber daran, dass wenn dieser Lebensweg kein Ende vorsieht, er trotzdem diese Möglichkeit haben muß und das Kontinuum nicht das Recht hat ihm dies streitig zu machen. Q erklärt darauf, man habe Quinn eingesperrt, um ihn vor sich selbst zu schützen. Um dies zu festigen ruft er einen Experten in den Zeugenstand, sich selbst. Ein kurzer Lichtblitz und Q ist zweimal anwesend. Der Q-Zeuge sagt dazu aus, der Tod von Quinn würde die Natur der Q verändern, auf eine Art und Weise die niemand auch nur erahnen kann. Quinn antwortet darauf, dies sei der Grund weshalb er es tun will, um das Kontinuum zum ersten Mal mit dem Unbekannten seit einer langen Zeit zu konfrontieren. Er ist der Meinung, das Kontinuum würde dies einmal benötigen. Quinn sei mental unausgeglichen, so Q, da er sich selbst töten möchte. Gibt es eine weiteres Zeichen für seine mentale Unausgeglichenheit, fragt Tuvok nach. Q stellt als Gegenfrage, welches weitere Zeichen er noch benötigen würde. Tuvok erklärt darauf, dass Selbstmord in vielen Kulturen anerkannt ist und nicht als Zeichen einer mentalen Schwäche gedeutet werden könnte. Er möchte weiterhin wissen, ob das Kontinuum jemals jemanden aus ihren eigenen Reihen umgebracht hat, und ob dies nicht auch Instabilität in das Kontinuum gebracht hat. Die Verbrechen der Q hätten die Instabilität erzeugt, ihre Exekution korrigierte Diese, so die Antwort von Q. Wenn das Gesetz bestimmt, dass jemand sterben muß ist das eine Sache, aber ein Mitglied des Kontinuums kann nicht einfach seinen Tod bestimmen. Es würde allem widersprechen, an das sie jemals glaubten. Tuvok weist Q auf den Widerspruch in seiner Aussage hin, den Q aber nicht erkennen kann. Auch erwähnt Tuvok die Verbrechen von Q und möchte wissen, ob er dafür bestraft worden ist. Q erwidert lapidar, dass man seine Akte diesbezüglich gelöscht hat. Der Zeugen-Q wird entlassen und verschwindet.

Q möchte noch weitere Zeugen aufrufen. Personen aus der Geschichte der Menschheit, welche von den Q beeinflußt wurden. Kathryn stimmt dem Antrag zu und es erscheinen in drei Lichtblitzen Commander Riker, Sir Isaac Newton und ein nervöser Hippie namens Maury Ginsburg. Kathryn erklärt Commander Riker kurz wo er sich befindet, und er und die Anderen unverletzt und ohne eine Erinnerung an dieses Ereignis wieder zurückgebracht werden. Alle Drei würden sich im 24. Jahrhundert befinden und 75.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Von Newton und Ginsburg kommt keine Antwort sondern nur ein unglaubwürdiger Blick. Kathryn versucht es auf eine andere Art und sagt ihnen, dass sie einen sehr seltsamen Traum erleben würden. Sir Newton bemerkt Quinn und sagt zu ihm, er sei der Mann gewesen der bei ihm war, als ihm an einem Tag ein Apfel auf den Kopf fiel. Quinn half Newton damals die Theorie über die Schwerkraft aufzustellen, Calculus zu entwickeln und das Gesicht der menschlichen Mathematik zu verändern. Auch Ginsburg erinnert sich an Quinn; er nahm Ginsburg in seinem Jeep mit nach Woodstock, wo er als Techniker arbeitete. Ginsburg fand dort ein herausgezogene Verlängerungsschnur, welche das gesamte Konzert stillgelegt hätte. In dem Jeep von Quinn traf Ginsburg auch auf seine Ehefrau. Riker kann dazu nur sagen, dass er Quinn noch nie in seinem Leben gesehen hat. Q zaubert darauf ein Bild herbei, welches Riker sehr bekannt ist. Es ist einer seiner Vorfahren während des Bürgerkriegs, dem Quinn das Leben gerettet hat. Ohne die Hilfe von Quinn hätte Sir Issac Newton niemals die Schwerkrafttheorie entwickelt, Woodstock wäre niemals geschehen und Ginsburg hätte niemals seine Frau getroffen, mit der er vier Kinder hat. Riker wäre niemals geboren worden und ohne Riker hätten die Borg schon längst die Föderation assimiliert. Dies sei das Leben, welches Q aufgeben möchte, zählt Q zusammen. Tuvok möchte gerne die Bedingungen sehen unter denen Quinn für den Rest seines Lebens leben soll. Kathryn stimmt dem Vorschlag zu und, blitz, blitz, befindet sich die Gruppe in einer Kammer des Kometen. Kathryn kann es nicht erwarten hier wieder raus zu kommen. Kathryn beginnt mit der Zusammenfassung des gehörten. Sie sind hier, um über den Asylantrag von Quinn zu entscheiden und nicht um das Strafsystem der Q in Frage zu stellen. Sie ist sehr gegen den Selbstmord, und kann nur in den mittelalterlichen Aufzeichnungen der Bolianer einen Passus finden, der Selbstmord bei der Erlösung von einem Leiden rechtfertigt. Sie stimmt Q in gewisser Weise zu, aber bevor sie entscheidet möchte sie Tuvok die Gelegenheit geben den Gegenbeweis zu erbringen.

Tuvok und Quinn unterhalten sich über den Sachverhalt und Tuvok wird als sein Ratgeber alles tun, damit sein Anliegen durchkommt. Persönlich würde er den Tod von Quinn jedoch als Verschwendung ansehen. Quinn ist von den Worten von Tuvok überrascht, was für ihn ein Geschenk ist, welches die Q nur selten erhalten. Er bedankt sich bei Tuvok, der nicht erkennen kann, weshalb Quinn mit seinem Leben unzufrieden ist. Quinn würde ihm zu gerne zeigen, was es mit seinem Leben auf sich hat, was Tuvok auf eine Idee bringt.

Kathryn ist auf der Suche nach einer weiteren Alternative; sie findet weder den Selbstmord noch die Reinhaftierung von Quinn sei eine akzeptable Möglichkeit. Sie redet mit Q darüber und möchte wissen, ob Quinn nicht einfach wieder in das Kontinuum integriert werden kann. Q stimmt dieser Möglichkeit oberflächlich zu, möchte aber von Kathryn wissen, wieso er Wort halten sollte, wenn sie zu seinem Gunsten entscheidet. Kathryn erwidert, ihre Nachforschungen hätten ergeben, dass Q viele Fehler hat, er aber kein Lügner sei. Und außerdem hat er sie den Borg vorgestellt, wofür sie sich herzlich bedankt. Q antwortet mit der gleichen Ironie, ob er bei soviel Lob erröten sollte.

Q sagt ihr die Wahrheit über Quinn. Er hätte den hundertjährigen Krieg zwischen den Romulanern und den Vulkaniern entfacht. Er würde niemals die Erlaubnis erhalten wieder zurück in das Kontinuum zu kehren. Falls Kathryn aber mit den Wünschen des Kontinuums übereinstimmen würde, würden die Q sich dafür erkenntlich zeigen. Er zeigt aus dem Fenster, wo die Erde zu sehen ist. Einen Moment später sind sie aber wieder zurück im Deltaquadranten, wo er eine Kathryn alleine läßt, die jetzt viele Entscheidungen zu treffen hat. Ein kleiner Schnipp mit den Fingern und sie könnten zurück in der Heimat sein. Die ultimative Abkürzung, die mit der unmenschlichen Inhaftierung eines Lebewesens bezahlt werden würde.

Die Anhörung wird fortgesetzt und Tuvok bittet um die Erlaubnis, das Kontinuum besuchen zu können und die dortigen Lebensumstände zu sehen. Q protestiert dagegen, aber nach einer kurzen Diskussion mit Quinn stimmt er zu, ihnen das Kontinuum auf eine Art und Weise zu zeigen, dass auch sie es begreifen können. Kurz darauf befinden sie sich auf einer endlosen Straße inmitten der Wüste. Sie gehen zu einem einsamen Haus, wo einige Leute herumstehen oder -sitzen. Sie lesen Bücher, rauchen eine Pfeife, spielen Kricket oder Flipper. Kathryn bemüht sich dieses Bild zu verstehen. Quinn erklärt ihr, die Straße würde zu jedem Punkt im Universum führen, aber alle Straßen führen auch wieder zurück. Man schaut sich um und sieht alles innerhalb eines Moments: Den Schaukelstuhl, die Vogelscheuche, den alten Flipper, ein Buch mit dem Titel "Das Alte" und ein Magazin mit dem Titel "Das Neue". Die Kricketbälle sehen aus wie die Planeten; dies ist Platz, an dem einem ziemlich schnell langweilig wird. Quinn war schon an jedem Platz der von der Straße aus erreicht werden kann. Er spielte Kricket, las die Bücher und war sogar schon die Vogelscheuche. Kathryn möchte wissen warum er auch die Vogelscheuche war. Quinn erwidert, dass er es eben damals noch nicht ausprobiert hatte. Q protestiert gegen Quinns Aussage, dass jeder Q schon einmal die Vogelscheuche war. Kathryn bringt den Einwurf, dass sie trotz allem hier keine Form von Leid erkennen kann, was von Q sofort unterstützt wird. Quinn stimmt dem auch zu. Die Q würden sich nicht traurig fühlen, aber wenn sie dies könnten wäre es schon ein Fortschritt. Die anderen anwesenden Q haben die ganze Zeit noch kein Wort gesagt, weshalb Quinn Kathryn erklärt, dass sie sich einfach nichts mehr zu sagen haben, da schon alles gesagt wurde. Er erwähnt den Drang von Q zu seiner Belustigung an von ihm ausgelösten Mißgeschicke anderer Spezies, sein unangemessenes Verhalten und den Zwischenfall der einfach nötig wäre, damit die Q mal wieder aus ihrer Lethargie erwachen. Quinn fährt mit seinen Ausführungen fort. Die Mission der Voyager ist es zu erforschen. Wenn die Besatzung schon alles erforscht hätte, würden sie dann noch weiterleben wollen? Die Krankheit der Q nennt sich Unsterblichkeit.

Die Gruppe kehrt zurück zur Voyager und Kathryn setzt eine Pause an. Q und Quinn werfen einen kurzen Blick aufeinander und jedem ist klar, dass Q von Quinns Ausführungen sehr beeinflußt wurde. Er hat zum ersten Mal erkannt, dass seine wilden Tage vorbei sind, er sich aber wieder nach ihnen zurücksehnt. In der Nacht liegt Kathryn wach in ihrem Bett, in Gedanken versunken, bis sich Q in ihr Bett "blitzt". Sie verläßt fast fluchtartig ihr Bett. Q nennt ihr seine dritte Möglichkeit, um das Problem mit Quinn zu lösen; Reintegration in das Kontinuum unter Aufsicht, bis er sich wieder angepaßt hat. Außerdem würde er die Voyager zurück zur Erde bringen. Er erinnert sie an ihre Hunde, ihren Verlobten Mark, den sie für ihn aufgeben sollte. Er ist sehr eingenommen von ihr und macht ihr deshalb Angebote, die er Picard niemals unterbreitet hätte. Als Verführer war Q aber niemals besonders effizient, und Kathryn wirft ihn einfach aus ihrem Quartier.

Am nächsten Tag wird die Anhörung fortgesetzt. Kathryn kämpft immer noch mit sich, um die richtige Entscheidung treffen zu können. Egal wie ihre Entscheidung ausfällt, sie wird auf jeden Fall den Lauf der Dinge beeinflussen. Sie stimmt schließlich zu Quinn Asyl zu gewähren. Sie bittet ihn aber auch darum, dem Leben eine Chance zu geben. Die neuen überraschungen und Möglichkeiten als Mensch an Bord eines Raumschiffes könnten ihm gefallen und ihn noch überraschen. Q möchte diese Entscheidung nicht akzeptieren, aber Kathryn erinnert ihn an sein Versprechen. Ein Fingerschnipp und Quinn ist sterblich. Quinn stimmt zu über ihre Worte nachzudenken.

Als Kathryn und Chakotay über eine Aufgabe für Quinn reden, unterbricht sie ein Ruf des Doktors. Quinn liegt im sterben. Er hat eine seltene Form eines Giftes eingenommen. Seine letzten Wort sind, dies sei sein Geschenk an das Kontinuum.

Es stellt sich natürlich die Frage, wie Quinn an das Gift gekommen ist. Q erscheint und gibt zu, dass er ihm, gegen die Wünsche des Kontinuum, das Gift gegeben hat. Er kündigt an, er sei ein Student von Quinns Theorien geworden und er sehnt sich nach den wilden alten Tagen. Quinn wollte sterben, weil es einfach nichts Neues mehr gab und er möchte kreativer werden, damit es wieder etwas Neues gibt. Quinn hat dem Kontinuum damit zwei Dinge vererbt.

Nach einem herzlichen Abschied und dem Versprechen wiederzukommen, wenn sie es am wenigsten erwarten, ist Q verschwunden.

Fehler

  • Riker hat noch einen der alten Kommunikatoren, welche aus einer Zeit vor 2370 stammen. Wie konnte er also wissen, dass Kathryn Captain der Voyager ist, wenn sie das Kommando erst 2371 übernommen hat?
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