FedCon 23 – Erlebnisbericht Tag 1: Donnerstag, 29.05.2014

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Wie jedes Jahr ist die FedCon wieder Ziel von etwa 3.000 – 4.000 SciFi- und Fantasy-Fans. Vom 29. Mai bis 1. Juni geht es auf der Bühne des Maritim Hotels Düsseldorf wieder bunt, lustig und aufregend zu.

 

Heute am ersten Tag war es natürlich am spannendsten wieder durch die Händlerräume zu streifen, zu sehen was es neues oder altes gibt und natürlich wie immer den Stars und Experten zuzuhören.

 

Da sich die Stars und Experten nicht nur auf der Hauptbühne tummelten, sondern – um es mal ein bisschen Nerdig auszudrücken – sich durch Raumzeitspalten in vier verschiedenen Dimensionen bewegten (sprich: vier Locations), kann ich mit diesem kleinen Bericht natürlich nicht alle Eindrücke wiedergeben.

 

Mein Bericht beschränkt sich deshalb nur auf den Teil, den ich selbst miterlebt habe.

 

Na dann mal los.

 

Alles begann im zarten Alter von …. moment, falsche Zeit.

 

Also nochmal: Alles begann am Donnerstag Morgen. Angereist war ich schon am Mittwoch. Das war einfach entspannender. Nach dem üblichen Morgenritual und dem Frühstück konnte ich noch eine kurze Pause genießen, bis es so gegen 10.00 Uhr losging und die Tore der Con geöffnet wurden. Bevor die ersten Panels der Stars begannen, blieb noch etwas Zeit, die Händlerräume etwas genauer anzuschauen. Für einen alteingesessenen FedCon-Gänger bieten die Stände nicht wirklich was neues. Vom üblichen Merchandise-Artikel bis hin zu Autogrammen findet man hier so ziemlich alles. FedCon-Neulingen werden aus dem Staunen nicht herauskommen, angesichts der vielfältigen Angebote. Immer sehenswert (auch für alte FedCon-Hasen) sind die Kunst und Modellausstellung. Da wird man immer ein bisschen neidisch. Aber die Sachen sind auch wirklich gut und ich ziehe gerade vor den Modellbaukünstlern meinen Hut.

 

Dann wurde es langsam Zeit, dass ich mir meinen Sitzplatz suchte, denn das für mich erste Panel stand an. Das erste Panel des Tages, Steve Sansweet, einem Star-Wars Künstler ließ ich aus, das war für mich eher weniger interessant. Im Hauptsaal platz genommen, konnte ich dann erst mal vier Panels in Folge genießen:

 

Barry Jenner (Admiral Ross, DS9
Jay Acovone (Major Charles Kowalsky, Stargate SG1)
Diana Muldaur (Dr. Kathrin Pulaski, TNG)
Nicole deBoer (Ezri Dax, DS9)

 

Die einzelnen Panels lassen sich nur sehr schwer wiedergeben, da die Stars auf die unzähligen Fragen aus dem Publikum unterschiedlich antworten. Im folgenden nur einige kurze Eindrücke.

 

So ist Barry Jenner z.B. seit ca. 20 Jahren in Los Angeles Streifenpolizist und legte für seinen Charakter Admiral Ross bereits eine komplette Hintergrundgeschichte zurecht, bevor er mit dem drehen überhaupt anfing. Nur so könne er Rollen glaubhaft spielen. In der Hintergrundgeschichte von Ross hatte dieser u.a. eine Tochter, die während dem Krieg mit dem Dominion umkam. Jenner hatte auf der Bühne ein hartes Auftreten, was wohl durch seine Tätigkeit als Polizist herrührt. Trotzdem war er dem Publikum sofort sympathisch.

 

Jay Acovone, spielte in der Serie eine Rolle, die aus dem Stargate Kinofilm übernommen wurde. Für den Serienstart wurde das Schicksal und der Serientod von Major Kowalsky bereits festgelegt. Der Schauspieler, der diese Rolle im Kinofilm porträtierte wollte damals allerdings keine Serienrolle übernehmen. Da die ersten Drehbücher allerdings schon fertig waren, wurde kurzerhand einfach ein anderer Schauspieler für diese Rolle engagiert: Jay Acovone. Acovone hatte sichtlich Spaß auf der Bühne, was sicherlich auch durch die zahlreichen Fragen aus dem Publikum liegen mag.

 

Diana Muldaur, die zum ersten Mal auf einer deutschen Con zu Gast war, brachte den Star Trek Experten Richard Arnold mit, den langjährigen Assistent und Freund von Gene Roddenberry. Er half Muldaur dabei die Lücken zwischen den Fragen zu füllen. So erzählte er zum Beispiel die Story um Whoopi Goldbergs Zustande kommen ihrer Rolle. Whoopi hörte damals von Denise Crosbys Weggang aus der Serie und rief bei Genes Sekretärin an, weil sie unbedingt in Star Trek dabei sein wollte. Die Sekretärin glaubte an einen Scherz und legte auf. Nach Ende der ersten Staffel kam.Whoopi persönlich vorbei und wollte eine Rolle bei Star Trek. Gene war gerührt meinte aber er könne sie sich nicht leisten. Whoopi meinte es ginge nicht ums Geld, sondern um die Inspiration, die Star Trek für Whoopi in ihrer Kindheit bedeutet hatte.

 

Also rief Gene Richard an und Whoopi bekam eine Führung durch die TNG-Sets, gefolgt von Gene und Rick Berman, die hinter den beiden liefen. Dabei benahm sie sich wie ein kleines Kind. So schrie sie laut auf als sie den Transporterraum betraten und rannte sofort auf die Transporterplattform. Im Maschinenraum bat Richard alle kurz zu warten, während er kurz verschwand um das große Schott im Maschinenraum, das Notfallschott zu öffnen (was wohl mit einer Hand möglich war). Der Warpkern dahinter war eingeschaltet durch einen der Mitarbeiter. Auch hier rannte Whoopi wohl voller Freunde im Maschinenraum umher.

 

Witzige Anekdote dazu: Rick Berman (zu dieser Zeit bereits Produzent der Serie) dreht sich zu Gene Roddenbery um und fragt: Wo kommt dieses Schott denn her? Er war Produzent und wusste nicht, dass es dort ein Schott gab. Das war wohl auch der Grund warum man in der ersten Staffel dieses Tor nie zu sehen bekam, obwohl es physisch schon seit der ersten Folge vorhanden war. Sie wussten einfach nicht dass es da war. Diana Muldaur hielt war sichtlich gerührt, dass man sie trotz ihrer kleinen Rolle sehr zu schätzen weiß und hatte trotz ihres hohen Alters von nun mittlerweile 75 Jahren sichtlich Spaß auf der Bühne.

 

Nicole deBoer ist eine super lustige und süße Person. Sie ist super quirlig und beantwortete alle Fragen zu ihrer Rolle als Ezri Dax und ihrer Rolle in Dead Zone.

 

Nach einer Pause für mich wurde es dann gegen 18.30 Uhr Zeit für die obligatorische Opening Ceremony. Hier bekommt man zunächst einmal die Regeln der Con erklärt, Kein Fotografieren im Hauptsaal, kein Rauchen und wo die Notausgänge sind. Durch das gesamte Con-Wochenende führt übrigens Nessi als Master of Ceremonies. Sie begrüßte alle Besucher der FedCon in ihrer jeweiligen Landessprache, was zu dem ein oder anderen Lacher führte. Neben einem kleinen FedCon Song, einem absolut klasse Star Wars Lichtschwertduell der Gruppe DefCon Unlimited und einer weiteren Gesangseinlage des Maritimer Sushi Kochs, war es dann soweit um die unzähligen Stars und Gäste auf die Bühne zu holen.

 

Zuerst kamen die Gäste und diejenigen, die Vorträge, Workshops oder Sonstiges anbeiten. Allein diese Anzahl der Personen reichte aus, um die Bühne zu füllen. Diese musste dann danach auch erst mal wieder geräumt werden, bevor es dann an die Ausrufung der eigentlichen Stars kommen konnte. Jeder Star konnte ein paar kurze Worte sagen und die Fans begrüßen. Star Wars Artist Tsuneo Sanda begrüßte die Fans auf japanisch, eine Dolmetscherin übersetzte. Dies sorgte ebenfalls für Lacher, da er redete … und redete, und redete und keiner verstand ein Wort. Erst nach ein paar Minuten später durfte die Dolmetscherin übersetzen. Als letzter der Gaststars kam die bezaubernde Nichelle Nichols auf die Bühne. Die Grande Dame von Star Trek (abgesehen von Majel Roddenberry, Gott hab sie selig) bekam sofort Standing Orvations und einen Minutenlang anhaltenden Applaus, den sie nur durch eine Gesangseinlage stoppen konnte, wofür es allerdings auch wieder Applaus gab.

 

Nachdem nun alle Stars (naja fast alle, da Holly Marie Combs, Shannon Doherty, Tony Curran und Alexander Siddig noch nicht eingetroffen waren) auf der Bühne waren, endete die Opening Ceremony und ging fast nahtlos in das erste der beiden letzten Panels an diesem Abend über.

 

Richard Dean Anderson, bestens bekannt als MacGyver und Col. Jack O'Neill aus Stargate SG-1, stellte sich den Fragen der Fans, die er zwar bereitwillig aber dennoch zurückhaltend beantwortete. Sei es seinem Jetlag zuzuordnen oder anderen Dingen, jedenfalls kam er mir so vor als ob er lieber woanders wäre und sein Panel nur als Pflichtprogramm abhandelte. Hier kann ich mich aber auch täuschen.

 

Roxan Dawson, die das letzte Panel hatte, war dagegen das komplette Gegenteil. Die Schauspielerin und Regisseurin war so quirlig auf der Bühne und redete wie ein Wasserfall, dass man manchmal angesichts ihrer Redegeschwindigkeit kaum mitkam. Sie sprach über ihre Arbeit vor der Kamera als Schauspielerin und hinter der Kamera als Regisseurin. Dabei sagte sie, dass sie schon vor ihrer Zeit bei Voyager Interesse am Regieführen hatte, aber erst durch ihre Rolle als B'Elanna Torres sich ihr diese Möglichkeit bot, dies umzusetzen.

 

Nach diesem Panel war dann Schluss für den heutigen Tag. In der Hoteleigenen Bar ging dagegen die Party nun erst richtig los. Partygänger haben dort noch einmal richtig Spaß. Einige nutzten diese Gelegenheit wohl auch um durchzumachen. Nicht weil es so gut war, nein, sondern weil Freitag morgens die Anmeldung zur nächsten Con beginnt und da heißt es rechtzeitig den Sitzplatz in der Warteschlange sichern. Ich selbst bin erst gegen 4 Uhr aufgestanden und hingegangen. Hier geht mein Dank an Stefan, meinen Zimmerpartner, der sich schon gegen 2 Uhr in die Hotellobby begab und und so einen Platz ziemlich weit vorne sicherte. Doch mehr dazu im nächsten Bericht.

 

… to be continued

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