2.18 – Übergang
The Crossing

Staffel 2, Episode 18: Übergang (The Crossing)Nachdem die Enterprise von einem gigantischen Raumschiff eingehüllt wird, auf dem sich eine Spezies befindet, die nur als Lufthauch erscheint, beginnt diese Spezies die Körper von Besatzungsmitglieder in Beschlag zu nehmen, um mehr über die menschliche Spezies zu erfahren. Zumindest sagen sie das. Bei dem Versuch sein Schiff und seine Besatzungsmitglieder zurückzugewinnen, muss sich Archer auf die mentalen Fähigkeiten von T'Pol verlassen, um die wahre Absicht der Ausserirdischen herauszufinden.

Fakten

  • Erstausstrahlung USA: 02.04.2003
  • Erstausstrahlung BRD: 19.12.2003
  • Produktionsnummer: 044
  • Story: Rick Berman & Brannon Braga & Andre Bormanis
  • Drehbuch: Rick Berman & Brannon Braga
  • Musik: Paul Baillargeon
  • Regie: David Livingston  
  • Missionsdatum: Unbekannt

Hauptdarsteller

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Gastdarsteller

Wissenswertes

  • Da der Großteil der Episode an Bord der Enterprise spielt, musste nur ein zusätzliches Set gebaut werden – ein Teil des außerirdischen Schiffs, dass die NX-01 schluckt.

Zusammenfassung

Staffel 2, Episode 18: Übergang (The Crossing) - Außerirdisches Schiff - © Doug DrexlerDie NX-01 wird von einem riesigen unbekannten Schiff mit hoher Warpgeschwindigkeit verfolgt. Die Sensoren können weder die Zusammensetzung der Hülle bestimmen, noch eine Warpsignatur entdecken. Nichteinmal die vulkanische Datenbank enthält Informationen darüber. Hoshis Versuch das fremde Schiff zu kontaktieren bleibt unbeantwortet. Plötzlich öffnet sich an der Vorderseite ein großes Tor. Dahinter wird ein großer Hohlraum sichtbar. Das Schiff nimmt die Enterprise auf, dann schließen sich die Tore wieder.

Sofort lässt Archer den taktischen Alarm aktivieren. Allerdings laden sich die Waffen nicht. Gleichzeitig meldet sich Tucker vom Maschinenraum. Warp- und Impulsantrieb haben sich gerade abgeschaltet. T'Pol teilt dem Captain mit, dass die Sensoren nicht durch die Hülle des fremden Schiffes dringen. Die Lebenserhaltung der Enterprise funktioniert aber noch. Innerhalb des unbekannten Schiffes kann die Vulkanierin keine Lebenszeichen entdecken. Mit Hilfe einer Außenkamera sieht sich die Brückenbesatzung das Schiff von innen an. Dabei bemerkt Archer kleine leuchtende Wölkchen, die im Schiff herumfliegen. T'Pol kann deren Zusammensetzung nicht bestimmen. Archer beschließt mit einem Shuttle nach draußen zu gehen. Gemeinsam mit Reed und Tucker landet er in dem fremden Schiff. Als sie in ihren Raumanzügen das Shuttle verlassen, verändert sich plötzlich die Atmosphäre und wird atembar. Auch die Temperatur wird angenehm. Trotzdem behalten die drei ihre Raumanzüge an. Als sie sich etwas umsehen, bemerken sie wieder die Wölkchen aus Licht. Reeds Scanner zeigt nichts an. Trotzdem vermuten die drei, dass die Wolken eine Art Lebensform sind. Plötzlich nähert sich ein Wölkchen Tuckers Kopf und dringt in ihn ein. Anstatt des ehemals blauen Wölkchens verlässt nun ein gelbes wieder seinen Kopf. Tucker wirkt kurz sehr abwesend und benommen. Dann dringt das gelbe Wölkchen wieder in seinen Kopf und das blaue verlässt ihn. Tucker ist verwirrt und möchte wissen, was passiert ist. Er erzählt, dass er das Gefühl hatte, von oben auf die drei herunter zu sehen. Außerdem erlebte er einen Moment aus seiner Vergangenheit erneut. Die Erfahrung war sehr real.

Dr. Phlox unterzieht Trip mehreren Tests, kann aber nichts Ungewöhnliches finden. Er vermutet, dass der Chefingenieur vielleicht an Halluzinationen leidet. Trotzdem entlässt er diesen. Im Umkleideraum schwärmt Trip von seinem Erlebnis. Archer ist besorgt. Ihm wäre es lieber, wenn Trip die nächsten Tage auf der Krankenstation verbringt. Doch die momentane Lage des Schiffes lässt dies nicht zu. Trip muss den Antrieb wieder in Gang bringen. Also macht dieser sich gleich an die Arbeit. Weiterhin gibt Archer Reed den Befehl, die Waffen ebenfalls schnellstmöglich wieder einsatzfähig zu machen. Etwas später besucht T'Pol den Captain im Bereitschaftsraum. Die Vulkanierin meldet, dass Hoshis Versuche, die Fremden zu kontaktieren immernoch erfolglos sind. Dann macht sie Archer darauf aufmerksam, dass sie nicht wissen, ob die Unbekannten feindselig sind. Archer interpretiert die Deaktivierung von Antrieb und Waffen aber eindeutig als feindselig. T'Pol hat sich mit einigen Crewmitgliedern unterhalten und dadurch erfahren, dass einige besorgt sind. Archer möchte sie schnellstmöglich aus dieser Lage herausbringen.

Im Maschinenraum ist Trip gerade am Warpreaktor beschäftigt. Plötzlich taucht vor ihm eine blaue Wolke auf und dringt in seinen Kopf ein, während ihn eine gelbe Wolke verlässt. Crewman Rostov kommt zu Trip und bemerkt sofort, dass mit seinem Vorgesetzten etwas nicht stimmt. Auf Nachfrage meint Tucker aber, es gehe ihm gut. Dann verabschiedet sich der Chefingenieur mit den Worten "Auf Wiedersehen, Sir!" und geht in einen Wartungsschacht. Aus diesem hat er zuvor ein anderes Crewmitglied kommen sehen. Rostov ist beunruhigt und ruft Captain Archer. Dieser versucht Trip über das Kommsystem zu erreichen. Als er keine Antwort erhält, lässt er T'Pol mit den internen Sensoren suchen. Der Ingenieur ist auch gleich gefunden. Er sitzt in der Messe an einem großen Tisch voller Essen. Als Archer, T'Pol und Reed eintreffen, erzählt Trip, dass er so begeistert vom Geschmack von Brot ist. Archer fragt ihn, ob er es noch nie zuvor gegessen hat. Trip antwortet, dass er überhaupt noch nie gegessen habe. Archer möchte wissen, wo der echte Tucker ist. Trip erklärt, dass dieser ein neues Gebiet erforscht. Er wird aber zurückkommen. Auf die Frage, wo Tucker gerade sei, erklärt Trip, dass er nicht mehr körperlich existiere. Reed möchte wissen, ob dies etwas mit den Lichtwolken außerhalb des Schiffes zu tun hat. Trip meint, dass man ihn und sein Volk als Lichtwolken bezeichnen könnte. Er erzählt weiter, dass sie im Subraum leben und diesen erforschen. Es ist schon lange her, seit sie das letzte Mal auf körperliche Wesen trafen. Die erste Besetzung von Tuckers Körper sollte nur zeigen, ob die Menschen für einen "Übergang" kompatibel sind. Einst waren die Wolken den Menschen ähnlich, doch sie entwickelten sich weiter. Nun möchten sie mehr über die körperliche Existenz lernen. Doch Archer fordert den echten Trip zurück, sowie die Freiheit der Enterprise. Plötzlich öffnen sich die Tore des fremden Schiffes und es bewegt sich zurück, so dass die NX-01 frei ist. Trip apelliert an Archer, für ungeahnte Möglichkeiten offen zu sein.

Kurz darauf nähert sich von draußen eine gelbe Wolke. Sie dringt durch das Fenster in die Messe ein und verschmilzt dann mit Tucker. Die blaue Wolke verlässt ihn und verschwindet durch das Fenster ins All. Trip ist wieder er selbst. Er erzählt, dass er Momente aus seiner Vergangenheit nocheinmal erlebt hat und zwar auf sehr realistische Art. Außerdem erklärten ihm die Außerirdischen, dass jeder in der Crew, dies erleben kann. Archer bleibt skeptisch. Er befiehlt Reed, Trip zur Krankenstation zu bringen. Als sie unter sich sind, macht T'Pol nocheinmal darauf aufmerksam, dass die Fremden durchaus nur neugierig sein könnten. Immerhin haben sie Archers Forderungen erfüllt. In einem Logbucheintrag erklärt der Captain später, dass sein wichtigstes Anliegen darin besteht, das Schiff in Sicherheit zu bringen. Er traut den körperlosen Wesen immernoch nicht. Phlox unterbricht ihn bei seiner Aufzeichnung. Der Doktor erzählt, dass er gerade Besuch von einer Lichtwolke hatte. Diese versuchte in seinen Kopf einzudringen, aber offenbar sind Denobulaner nicht kompatibel. Trotzdem ist Phlox beunruhigt, da die Wolke ihn mit aller Kraft erreichen wollte.

Unterdessen bemerkt Reed bei einem Gang durch den Hangar, wie ihn eine Lichtwolke verfolgt. Er rennt zu einem Schrank und holt eine Phasenpistole. Die Wolke bleibt von dem Waffenfeuer aber unberührt. Reed rennt davon, kommt aber nicht sehr weit. Von dem fremden Wesen besetzt geht Reed durch den Korridor. Er schaut einem weiblichen Crewmitglied interessiert hinterher. Schließlich betritt er einen Turbolift, welchen auch ein anderes weibliches Crewmitglied benutzt. Während der Fahrt bemerkt Reed, dass die Frau weiblich und er männlich ist. Es gibt einige anatomische Unterschiede. Bevor die Frau aber umfassend darauf reagiert, erreicht der Turbolift sein Ziel und sie geht. Kurz darauf kommt Reed in T'Pols Quartier. Er erklärt der Vulkanierin, dass sie die attraktivste Frau an Bord sei. Dann fordert er sie auf, sich auszuziehen. Die Paarung wäre dann einfacher durchzuführen. T'Pol geht daraufhin langsam zu einem Kommunikator und ruft Captain Archer. Dieser macht sich mit einem Sicherheitsteam auf den Weg. Reed versucht T'Pol zu beruhigen. Er fragt sie, wie es ist, weiblich zu sein. Dann bietet er ihr an, zu erleben wie es ist, männlich zu sein. Sie müsste nur einen Übertritt erlauben. Glücklicherweise trifft Archer rechtzeitig mit dem Sicherheitsteam ein. Er lässt Reed in dessen Quartier einsperren.

Archer teilt Trip mit, dass Reed von den Wolken übernommen wurde. Er möchte, dass das Schiff schnellstmöglich abflugbereit ist. Trip und Rostov machen sich sofort an die Arbeit. Während Trip über Komm noch weitere Techniker in den Maschinenraum beordert, ruft Rostov nach ihm. Trip eilt zu diesem und findet ihn verwirrt vor. Der Crewman gibt zu, keine Ahnung zu haben, wie er die Reparaturen durchführen soll. Trip meldet Archer, dass die Wolken nicht nur Reed übernommen haben. Der Captain trifft auf der Brücke ein und gibt Hoshi Befehl, ein Sicherheitsteam in den Maschinenraum zu schicken. Hoshi berichtet, dass vom ganzen Schiff Meldungen über Besatzungsmitglieder, die sich ungewöhnlich verhalten, eintreffen. Archer befiehlt, alle, die sich komisch verhalten, in ihr Quartier zu sperren. Dann weist er T'Pol an, zusammen mit Phlox einen Weg zu finden, besessene Crewmitglieder zu entdecken. Im Maschinenraum macht Trips Mannschaft Fortschritte und schließlich können sie den Impulsantrieb wieder aktivieren. Archer befiehlt, die Position zu halten. Hoshi ist verwundert, weshalb sie nicht fliehen. Der Captain erklärt ihr, dass die Fremden einige Crewmitglieder gefangen halten. Er will nicht gehen, bevor sie befreit sind.

Auf der Krankenstation haben T'Pol und Phlox einen Weg gefunden, die Besessenen zu entlarven. Das Verfahren ist einfach, weshalb die beiden in der Lage sind, einen Handscanner entsprechend umzuprogrammieren. Unterdessen ruft Trip Mayweather. Der Fähnrich soll bei den Reparaturen zur Handgehen und etwas auf dem "Der Laufsteg" (Org. "Catwalk"), dem Innenraum der Warpgondel, erledigen. Kurz darauf gehen T'Pol und Phlox mit dem Scanner in die Messe und entdecken dort zwei Besessene. Daraufhin informieren sie das Sicherheitsteam vor der Tür. Zur gleichen Zeit ist Mayweather auf dem Weg zum Laufsteg. Plötzlich bemerkt er hinter sich eine Lichtwolke. Er klettert die Leiter schneller hoch, erreicht schließlich sein Ziel und schließt die Luke hinter sich. Komischerweise folgt ihm die Wolke nicht. Sofort informiert der Ensign die Brücke, dass die Wolken offensichtlich nicht in den Laufsteg eindringen können. Auf Archers Anfrage erklärt Tucker, dass die besondere Hülle des Laufsteges die Wolken abhalten könnte. Der Captain befiehlt, sofort alle Kommandofunktionen dorthin zu leiten. Dann weist er Hoshi an, dafür zu sorgen, dass alle verbliebenen Besatzungsmitglieder ebenfalls in den Laufsteg kommen. Doch Hoshi ist inzwischen auch von einer Wolke übernommen worden. Archer ruft sofort ein Sicherheitsteam. Hoshi versucht den Captain dazu zu bringen, ebenfalls einen Übertritt zu versuchen. Sie hat aber keinen Erfolg. Beim Gehen meint Hoshi, Archer werde schon noch verstehen.

Wenige Zeit später haben sich die verbliebenen 58 Besatzungsmitglieder im Laufsteg versammelt. Dr. Phlox befindet sich noch auf dem Schff, die 24 Besessenen sind in ihren Quartieren eingesperrt. Archer und T'Pol besprechen das weitere Vorgehen. Die Vulkanierin schlägt vor, zuerst einmal die Absicht der Fremden zu ermitteln. Sie stellt sich zur Verfügung, den Laufsteg zu verlassen. T'Pol glaubt, aufgrund ihrer mentalen Disziplin eine außerirdische Übernahme abblocken zu können. Sie vermutet, dass ihre Gedanken während des Übernahmeversuchs kurz mit denen der Lichtwolke verschmelzen. So könnte T'Pol die Motive der Wolken erfahren. Archer ist das Risiko jedoch zu groß. T'Pol macht ihm klar, dass er keine andere Möglichkeit hat und nun ihrem Urteil vertrauen soll. Unterdessen meldet sich Hoshi bei Dr. Phlox. Sie wünscht medizinische Versorgung, da sie sich ein Bein gebrochen hat. Mit einer Phasenpistole bewaffnet geht Phlox zu Hoshis Quartier. Dort findet er die Kommunikationsoffizierin am Boden liegend. Ein Scan ergibt aber, dass Hoshi gesund ist. Bevor Phlox reagiert, greift sie ihn an. Nach einem kurzen Kampf hält Hoshi zwar die Phasenpistole in der Hand, wird aber vom Doktor mit einer Spritze betäubt. Auf dem Rückweg zur Krankenstation wird Phlox vom Captain gerufen. T'Pol verlässt derweil den Laufsteg und schon nach kurzer Zeit dringt eine Lichtwolke in sie ein.

Phlox findet T'Pol, die vollkommen erstarrt im Korridor steht. Sie reagiert nicht auf den Doktor. Dieser macht einen Scan und ruft dann den Captain. Er erklärt, dass sich T'Pol zwar nicht wie die anderen verhält aber mit Sicherheit auch nicht sie selbst ist. Archer gibt Phlox den Auftrag sie in ihr Quartier zu bringen. Als der Doktor dies tun möchte, verlässt die Lichtwolke plötzlich T'Pols Körper. Aufgewühlt erklärt die Vulkanierin, dass die Fremden über ihre Absichten gelogen haben. Im Laufsteg erzählt T'Pol Archer, dass sich der Zustand des Schiffs der Fremden verschlechtert. Da sie nicht im Weltall überleben können, versuchen sie sich durch die Übernahme der Menschen zu retten. Da es hunderte von Lichtwolken gibt, halten sie auch nach anderen körperlichen Wesen Ausschau. T'Pol gibt Mayweather den Auftrag, Trip zu holen. Dann schlägt sie dem Captain vor, die Hülle der NX-01 abzuschirmen und dann zu fliehen. Archer weigert sich aber, ein Drittel der Crew opfern. Er hat eine andere Idee. Wenn der Wirt einer Wolke tot ist, müsste sie theoretisch auch sterben. Der Captain nimmt Kontakt mit Phlox auf. Der Plan lautet, das Schiff mit Kohlenstoffdioxid zu fluten. Die Besessenen werden ersticken. Anschließend wird Phlox sie reanimieren. Hierzu schlüpft er in einen Schutzanzug. Mayweather kommt zurück in den Kommandoposten und meldet dem Captain, dass er Trip nicht finden kann. Da keine der versiegelten Schleusen geöffnet wurde, soll Travis nocheinmal nachsehen.

Kurz darauf findet Phlox die Kontrollstation der Belüftungsanlage. Mit Archers Anweisungen löst er eine Abdeckplatte von der Wand. Vom Captain unbemerkt hört Trip im Hintergrund dessen Anweisungen mit. Dabei hat der Ingenieur einen seltsamen Blick. Phlox findet hinter der Wand die Steuerung für die Belüftung. Er muss einige Änderungen vornehmen, um die Kohlendioxid-Tanks an das System anzuschließen. Als Trip davon hört, eilt er davon – unbemerkt von den anderen. Im Hauptbereich des Laufstegs findet Mayweather Tucker endlich. Dieser arbeitet hastig an einigen Kontrollen und reagiert kaum auf Travis. Plötzlich rennt Tucker zur Schleuse und stößt dabei einige Besatzungsmitglieder aus dem Weg. Travis möchte ihn aufhalten, kassiert dafür aber einen Faustschlag ins Gesicht. Phlox erreicht derweil ein zweites Kontrollsystem für die Lüftung. Hier kann er die Gasleitung öffnen. Zuvor muss er aber wieder die Deckplatte ablösen. Dieses Mal gestaltet sich die Sache aber etwas schwerer, da er einiges an Muskelkraft aufwenden muss. Travis stürmt in den Kommandoposten und teilt Archer mit, dass Trip von den Wolken übernommen wurde und ins Schiff gegangen ist. Der Captain rät Phlox, sich zu beeilen. Der Doktor muss nur noch die Leitungen öffnen, indem er zwei Rädchen dreht. Dann kann er mit einem Hebel das Gas freisetzten. Als Phlox den Hebel betätigen will, wird er plötzlich von Trip angefallen. Es kommt zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf es Phlox gelingt, den Hebel zu öffnen. Trip und alle anderen Besessenen ersticken. Daraufhin verlassen die Lichtwolken ihre Wirte. Nachdem Phlox sicher ist, dass alle Wolken weg sind, saugt er das Kohlendioxid wieder ab. Zur gleichen Zeit setzt Travis die Enterprise in Bewegung. Das fremde Schiff nimmt die Verfolgung auf. Es öffnet wieder seine Tore, um die NX-01 aufzunehmen. Archer nutzt die Chance und feuert zwei Torpedos ins Innere des Schiffes. Dieses explodiert daraufhin.

Neben Phlox erlangt Trip wieder das Bewusstsein. Er ist zunächst etwas verwirrt. Dann macht er sich mit dem Doktor daran, die anderen Besatzungsmitglieder zu befreien.

Analyse

Eine kleine Recherche von mir ergab, dass die Crew von Captain Kirk in 12 ihrer 78 Abenteuer auf außerirdische Wolken, Entitäten, körperlose Wesen oder ähnliches traf. Angesichts dieses verhältnismäßig hohen Anteils von immerhin gut 15 Prozent wurde es ja allmählich Zeit, dass auch die Crew der NX-01 Kontakt mit derartigen Wesen hat. In "Übergang" (Org. "The Crossing") statten sie nun endlich ihren ersten Besuch ab. Schon als man diese "Lichtwolken" zum ersten Mal um die Enterprise schwirren sieht, kommt gleich die ein oder andere Erinnerung an TOS hoch. Natürlich kann man die Spezialeffekte nicht mit einander Verlgeichen. Nebenbei gesagt sind diese in "The Crossing" wieder bemerkenswert gut. Trotzdem kommt ein gewisses Déjà-vu-Gefühl auf. Die Episode beginnt spannend und mitten im Geschehen. Der erste Teil kann die Spannung noch recht gut halten, doch mit der Zeit flacht die Story ein wenig ab. Ganz im Sinne der zweiten Staffel wird mal wieder eine alte Grundstory recycelt: böse körperlose Wesen geben vor, freundliche Forscher zu sein und wollen die Crew übernehmen. Schließlich erfahren die Helden durch eine gewagte Aktion die Wahrheit und gehen zum Gegenangriff über. Am Ende schaffen sie es, die bösen Wesen zu verjagen, ohne eigene Verluste zu haben, und vernichten diese. Glücklicherweise wird dieses altbekannte Grundgerüst durch einige gute Ideen aufgewertet: Beispielsweise darf zur Abwechslung einmal Dr. Phlox das Schiff retten. Dies bewerkstelligt er auf seine typische Art, ernsthaft aber doch mit einem netten Hauch Humor. Ebenfalls zum Schmunzeln ist die Szene, als Reed, von einer Lichtwolke übernommen, im Turbolift ein weibliches Besatzungsmitglied anspricht. Wäre der Lift nicht so früh angekommen, hätte Malcolm wahrscheinlich eine Ohrfeige als Antwort erhalten. Dominic Keating, sowie Linda Park und Connor Trinneer haben mal wieder in ihren Rollen glänzen können. Als "Besessene" verhalten sie sich vollkommen anders, als sonst. Besonders die hinterhältige Hoshi hat mir richtig gut gefallen. Ein eindeutiges Plus für die ganze Episode ist hierbei, dass eigentlich alle der sieben Hauptcharaktere eine mehr oder weniger angemessene Zeit auf dem Bildschirm hatten. Dazu kommt noch, dass wir endlich nach fast einem Jahr wiedereinmal einen Nebencharakter, nämlich Crewman Rostov gespielt von Joseph Will, zu Gesicht bekommen. Ich finde es immer wieder gut, wenn die Autoren bekannte Nebencharaktere wieder zeigen. Dies wurde in der zweiten Staffel bis jetzt total vergessen. Dabei ist es nicht so, dass Rostov eine weltbewegende oder übergroße Rolle spielt. Aber er ist einfach da und der regelmäßige Zuschauer denkt sich "Hey, den kenn ich doch!". Bei einer Crew von gerade mal 83 Personen sollte ein derartiger Effekt meiner Meinung nach allmählich öfter vorkommen. Leider war das der erste und einzige Auftritt eines bekannten Crewmans in der zweiten Staffel. Eines der größten Mankos von "Übergang" (Org. "The Crossing") ist aber zweifelos die Sache mit der Logik. Die Autoren scheinen mit dieser ja auf Kriegsfuß zu stehen, denn im Verlauf der Folge gibt es immer wieder Punkte, wo man ins Grübeln kommt: Warum warten die Lichtwolken so lange und übernehmen die Crew nur nach und nach? Ein kurzer und schneller Angriff wäre da viel effektiver. Immerhin dauert es einige Zeit, bis die Mensch Gegenmaßnahmen ergreifen. Und warum übernehmen die Wolken zu Beginn nicht auch Archer? Er ist der Anführer und somit sollte er ein Primärziel darstellen. Gegen Ende frage ich mich auch, wie die Wolken es geschafft haben, Trip im Laufsteg unbemerkt zu übernehmen. Immerhin können sie dorthin nicht eindringen und ich halte es auch für unwahrscheinlich, dass T'Pol zugelassen hat, dass jemand ohne Überprüfung in den Laufsteg gelassen wurde. Zum Schluss aber wieder der älteste Fehler, den wir schon aus besten Voyager-Tagen kennen: Am Anfang wird uns das fremde Raumschiff als hoch überlegen präsentiert. Am Schluss genügen aber ZWEI Tropedos der Enterprise, um es zu zerstören!! Ich könnte noch akzeptieren, dass die Menschen eine Chance haben. Sie konnten ja den inneren Bereich treffen und das Schiff war auch nicht mehr im besten Zustand. Aber dann hätte ich mir doch noch ein paar Salven mit den Phasenkanonen oder wenigstens ein paar mehr Torpedos gewünscht.

Positiv:

  • alle Hauptcharaktere hatten angemessen große Rollen
  • Linda Park, Connor Trinneer und Dominic Keating spielten sehr gut
  • ausnahmsweise darf Phlox das Schiff retten

Negativ:

  • altbackene Grundstory
  • grobe Logikfehler

Wertung

Erneut wartet die zweite Staffel mit einer altbekannten Story auf. Glücklicherweise kann die Umsetzung das ein oder andere wett machen. Was die Logik angeht, wäre es vielleicht einmal nötig, zur dritten Staffel einen Vulkanier ins Autorenteam zu holen. Ansonsten fand ich es gut, dass man wenigstens versuchte, wieder eine Folge mit Ansätzen von TOS-Style zu bringen. (Folgen mit körperlosen Wesen verbinde ich bei Star Trek nunmal mit Kirk & Co.) Trotz den oben genannten Kritikpunkten erhält die Folge sieben von zehn Punkten. Ich wäre einem erneuten Versuch, körperlose Wesen zu zeigen, nicht abgeneigt. Aber die Autoren sollten aus ihren Fehlern vorher noch die richtigen Schlüsse ziehen.

bp

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