3.23 – Countdown
Countdown

· Guide Enterprise
Autor

Staffel 3, Episode 23: Countdown (Countdown)Archer und seine neuen Alliierten unter den Xindi müssen einen Vernichtungsangriff gegen die Superwaffe der Xindi starten, die auf den Weg zur Erde geschickt wurde, und von den rebellischen Xindi-Insektoiden und -Reptilien eskotiert wird. Die Supperwaffe muss aufgehalten werden, bevor es der einer Gehirnwäsche unterzogenen Hoshi gelingt den kodierten Zündmechanismus der Waffe zu entschlüsseln und deren zerstörerische Macht zu entfesseln. In der Zwischenzeit tüfteln Trip und T'Pol einen Plan aus, um eine der Sphären in der Ausdehnung zu zerstören, und somit die Erbauer der Sphären, die für den Konflikt zwischen der Menschheit und den Xindi verantwortlich sind, zu einem Kampf zu zwingen.

Fakten

  • Erstausstrahlung USA: 19.05.2004 (UPN)
  • Erstausstrahlung BRD: 26.02.2005 (SAT.1)
  • Produktionsnummer: 075
  • Story:
  • Drehbuch: André Bormanis & Chris Black
  • Musik:
  • Regie: Robert Duncan McNeill  
  • Missionsdatum: 13. Februar 2154

Hauptdarsteller

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Gastdarsteller

Wissenswertes

  • Emmy 2004 für "Outstanding Special Visual Effects For A Series"

Ronald B. Moore, Visual Effects Supervisor – 
Daniel F. Curry, Visual Effects Producer
Elizabeth Castro, Visual Effects Coordinator
Paul Hill, Führender Visual Effects Compositor
Greg Rainoff, Führender Visual Effects Animator
Fred Pienkos, CGI Supervisor
Sean Scott, Führender CGI Animator
David Morton, Führender CGI Animator
Chris Zapara, Führender CGI Animator

Staffel 3, Episode 23: Countdown (Countdown) - Der Umschlag des Emmy 2004 für "Outstanding Special Visual Effects For A Series"Der Umschlag

Staffel 3, Episode 23: Countdown (Countdown) - Die Gewinner des Emmy 2004 für "Outstanding Special Visual Effects For A Series"Die Gewinner Staffel 3, Episode 23: Countdown (Countdown) - Ronald B. Moore mit seinem bereits 5. Emmy für "Outstanding Special Visual Effects For A Series"Ronald B. Moore
  • Die Dreharbeiten zu dieser Episode endeten am 4. März 2004. (10.03.2003)
  • Diese Episode stellt Robert Duncan McNeills erstes Mal dar, dass er für eine zweite Episode innerhalb einer Staffel die Regie übernahm.
  • Produktionsbericht. (10.03.2004)

Weitere Auftritte der Gastdarsteller

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Ian Eyre
ST10 "Star Trek Nemesis" – Stunts als Remaner
Jacob Chambers
ENT 3.18 "Azati Prime" – Xindi-Reptil
Joey Anaya
ST08 "Star Trek: Der erste Kontakt" – Stunts als Borg
ST10 "Star Trek Nemesis" – Stunts
Alex Chansky
ENT 3.15 "Der Vorbote" – Stunt-Double für Steven Culp

Zusammenfassung

Hoshi erwacht in einer Zelle der Xindi-Reptilien. Commander Dolim kommt mit zwei Wachen herein. Er ist von den linguistischen Fähigkeiten der jungen Frau beeindruckt. Sie soll für ihn wichtige Daten entschlüsseln. Hoshi weigert sich natürlich, weshalb Dolim sie auf einen Stuhl fesseln lässt und eine spezielle Behandlung anordnet.

Mit dem Datenkern der Sphäre an Bord, kehrt die Fähre zurück zur Enterprise. T'Pol will sich sofort mit Trip an die Auswertung der Daten machen. Major Hayes ist ebenfalls im Hangar, als die Fähre landet und erwartet Corporal Hawkins. Reed teilt ihm mit, dass der Soldat getötet wurde. Hayes bittet um einen Bericht. Derweil trifft sich Archer auf der Planetenoberfläche mit dem Faultier-Vertreter G'Nar und dem Primaten-Vertreter. G'Nar erklärt, die Reptilien könnten den Planetenkiller noch nicht benutzen. Jede der fünf Xinid-Rassen hat einen Code. Zum Start der Waffe benötigt man drei davon. Da die Aquatiker noch unentschlossen sind, wie sie weiter vorgehen sollen, vermuten die beiden Xindi, dass die Reptilien und Insektoiden versuchen werden, die Kommandocodes zu überbrücken. Dafür benötigen sie Zeit. Archer befürchtet, Hoshi wurde entführt, um die Bewaffnungssequenz der Waffe zu entschlüsseln.

Im Kommandozentrum arbeiten Trip und T'Pol an den Daten von der Sphäre. Ohne Hoshi fällt ihnen die Übersetzung recht schwer. Trip macht sich Sorgen um sie. T'Pol meint gereizt, sie müssten sich auf ihre Arbeit konzentrieren. Archer kommt hinzu und erkundigt sich nach neuen Erkenntnissen. T'Pol erklärt, die Sphären seien durch ein Subraum-Energienetz verbunden. Es gibt vier Sphären, die offenbar als Kontrollstationen fungieren und das Netz aufrecht erhalten. Die nächste davon ist Sphäre Nr. 41. Mit etwas Glück sind diese Kontrollsphären ein Schwachpunkt des Netzwerkes. In Hoshis Zelle lässt Dolim der jungen Frau Parasiten injezieren, die sie für seine Befehle empfänglich machen sollen. Bevor ihr Gehirn zu stark beschädigt ist, um ihn zu verstehen, bedankt sich Dolim bei Hoshi für die Hilfe bei der Zerstörung der Erde. Dann spritzt ein Reptil ihr die Parasiten in den Kopf.

G'Nar und der Primaten-Vertreter kommen auf die Enterprise. Der Planetenkiller wurde nur vier Lichtjahre entfernt entdeckt. Mittlerweile wird er aber von einem guten Dutzend Schiffen geschützt. Reptilien und Insektoiden sind Faultieren und Primaten an Waffenstärke klar überlegen. Reed stimmt trotzdem für einen Angriff. Archer erkundigt sich nach den Aquatikern. Diese könnten das Kräfteverhältnis zwar zu Gunsten der Menschen ändern, doch sie sind noch nicht von Archers Beweisen überzeugt. Der Captain möchte mit ihnen sprechen. Die beiden Ratsvertreter bringen ihn mit Degras Schiff zur Aquatiker-Vertreterin. Schließlich darf Archer an Bord ihres Schiffes kommen. Dank eines Universalübersetzers kann der Captain sie sogar verstehen. Er bittet sie um Hilfe bei der Rettung der Erde. Die Aquatiker brauchen aber noch mehr Zeit, um sich zu entscheiden. Nicht einmal die Möglichkeit, dass die Reptilien die Waffe vielleicht bald einsetzen können, versetzt sie in Eile. Die Aquatiker wollen das Treffen beenden. Archer erkundigt sich noch, ob die Beschützer den Xindi erzählten, wo die neue Xindi-Heimatwelt, welche die Menschen angeblich vernichten werden, sein werde. Sollte sie nämlich in der Ausdehnung liegen, wird sie durch den Einfluss der Sphären bald unbewohnbar sein. Die Beschützer haben nie versucht, die Sphären auszuschalten. Archer erklärt, die Menschen hätten einen Weg gefunden, und bietet seine Hilfe an. Die Aquatiker sind bereit, zuzuhören.

Im Zentrum des Planetenkillers arbeitet Hoshi gerade an der Überbrückung der aquatischen Verschlüsselungsprotokolle. Dolim geht es zu langsam. Als er sie anspricht, bemerkt er, dass Hoshi sich immernoch wehrt. Dolim ordnet eine weitere Parasiten-Injektion an. Daraufhin versucht Hoshi sich in den Kern der Waffe zu stürzen, wird aber von einer Wache gefasst. Dolim verspricht ihr, sie müsse nicht lange mit ihrer Schuld leben, und lässt sie wegbringen. Als ein Reptil am Computer weiterarbeiten will, stellt er fest, dass Hoshi die Waffenmatrix noch zusätzlich verschlüsselt hat. Auf der Enterprise suchen T'Pol und Trip einen Weg, die Sphären auszuschalten. Die Vorschläge der Vulkanierin hätten aber allesamt schwere Folgen für die Enterprise, weshalb Trip sie ablehnt. T'Pol reagiert sehr gereizt. Schließlich wird es dem Ingenieur zu bunt und er will gehen. T'Pol fasst sich endlich ein Herz. Sie gesteht ihm, zur Zeit Probleme mit ihren Gefühlen zu haben und bittet um Hilfe bei deren Bewältigung. Trip stimmt natürlich zu und die beiden können sich wieder ihrer Arbeit widmen.

Die Sphärenbauerin spricht mit Dolim auf dessen Schiff. Sie verlangt den sofortigen Einsatz der Waffe. Leider sind die Reptilien immernoch mit der Entschlüssung der Startsequenz beschäftigt. Dolim bittet die Beschützerin, ihm den dritten Code in der Vergangenheit zu beschaffen. Diese entgegnet, sie könnte derartige Details nicht feststellen. Dolim wirft ihr vor, sie hätte genügend Details finden können, um die Xindi gegen einander aufzubringen. Die Sphärenbauerin streitet alles ab. Sie macht den Reptil-Kommandanten darauf aufmerksam, dass nicht alle möglichen Zukunftzeitlinien seinen Erfolg zeigen und er sich besser beeilt. Dolim gibt nach. Unterdessen haben Trip und T'Pol endlich eine Schwachstelle der Sphäre 41 gefunden. Zur gleichen Zeit empfängt Archer den Primaten-Vertreter an Bord. Dieser rät ihm zur Geduld mit den Aquatikern. Nach gerademal drei Stunden sei noch keine Entscheidung zu erwarten. Der Captain müsse wohl eher mit Tagen rechnen. Dieser lenkt das Gesprächsthema auf die Frage, wie sich Xindi und Menschen wohl gegenüber stehen werden, wenn sie die Waffe aufhalten können. Der Primaten-Vertreter erzählt, dass Degra offensichtlich eine gemeinsame Zukunft für die beiden Völker sah und auch er möchte eine solche Zukunft aufbauen. Der Captain wird auf die Brücke gerufen. Überraschenderweise sind es schon die Aquatiker. Sie werden Archer helfen. Dafür sollen die Menschen die Sphären ausschalten.

In der Heimatdimension der Sphärenbauer verdichten sich die Anzeichen, dass die Menschen die Waffe erfolgreich stoppen werden. Die Sphärenbauerin schlägt vor, einzugreifen. Inzwischen hat Hoshi den dritten Code für die Waffe entschlüsselt. Dolim befiehlt den Planetenkiller startbereit zu machen. Zur gleichen Zeit machen sich die Menschen auf der NX-01 kampfbereit. Die Aquatiker transportieren das Schiff durch einen Vortex. In der Waffenkammer trifft Reed Major Hayes. Der MACO wird ein Enterkommando leiten, das Hoshi retten soll. Reed gibt ihm den Bericht zu Hawkins' Tod und will wissen, ob der Major ihm die Schuld daran gibt. Hayes erklärt, er ist allgemein nicht sehr glücklich, wenn seine Leute Außenstehenden unterstellt werden. Allerdings haben sich die MACOs in den vergangenen Monaten von Außenseitern zu vollwertigen Mitgliedern der Besatzung entwickelt. Hayes verspricht, Hoshi heil zurückzubringen. In der Offiziersmesse plaudern Archer, Trip und T'Pol beim Essen über ihre Zukunftspläne. Der Captain freut sich darauf, endlich wieder Forscher sein zu dürfen. Trip will zu allererst für sein Ingenieursteam eine Runde im "602" in San Francisco schmeißen. T'Pol erklärt, sie denke darüber nach, der Sternenflotte beizutreten. Das Essen wird unterbrochen, als die Flotte ihr Ziel erreicht.

Auf der Waffe wird gerade die letzte Bewaffnungssequenz eingeleitet. Plötzlich entdeckt ein Reptil-Offizier auf Dolims Brücke mehrere Vortexe. Die Flotte von Aquatikern, Faultieren und Primaten trifft ein. Dolim befiehlt sofort, diese abzufangen. Die Enterprise verlässt das Aquatiker-Schiff und startet den Angriff auf den Planetenkiller. Nach kurzem Gefecht entdeckt T'Pol Hoshi auf einem Reptilien-Schiff, kann ihre genaue Position aber nicht ausmachen. Hayes' Enterkommando wird hinübergebeamt. Wenig später findet der Major Sato bewusstlos in ihrer Zelle. Da er die Enterprise nicht erreicht, begibt sich das Team zurück zum Transporterpunkt.

Für Dolim wird die Lage derweil langsam kritisch. Sein Team an Bord der Waffe benötigt weitere fünf Minuten für die Startvorbereitungen, seine Flotte ist den Aquatikern aber unterlegen. Die Sphärenbauer beobachten dies ebenfalls, woraufhin ihre Anführerin befiehlt, einzugreifen. Eine Sphäre beginnt stark zu leuchten und Energiewellen auszusenden. Um den Xindi-Planetenkiller formen sich große Anomalien. Diese zwingen die Enterprise und ihre Verbündeten zurück. Auch das MACO-Team gerät unter Druck. Am Transporterpunkt kommt es zu einem Schusswechsel mit den Reptilien. Zu allem Überfluss hat eine Anomalie den Transporter der Enterprise beschädigt. Dolim stellt auf seiner Brücke fest, dass sich durch die Anomalien das Blatt zu seinen Gunsten gewendet hat. Im scheint auch klar zu sein, dass die Beschützer dafür verantwortlich sind. Trip gelingt es, den Transporter zu reaktivieren. Allerdings können immer nur zwei Personen gebeamt werden. Zuerst holt Trip Hoshi und Corporal Kelly zurück, dann zwei weitere MACOs. Schließlich bleibt Hayes alleine zurück. Er versucht sich zurückzuziehen, steht aber plötzlich einem Reptil gegenüber. Als der Xindi auf ihn schießt, dematerialisiert der Major. Auf der Enterprise angekommen, bricht er getroffen zusammen. Die Waffe ist inzwischen startbereit. Dolim befiehlt einen Kurs zur Erde. Sein Schiff, der Planetenkiller und das Insektoiden-Führungsschiff verschwinden in einem Vortex.

Reed geht auf die Krankenstation, wo Hayes im Sterben liegt. Mit letzter Kraft bittet der den Lieutenant, auf McKenzie, die neue Anführerin der MACOs, zu vertrauen. Dann stirbt der Major. Auf der Brücke bespricht Archer mit seinen Verbündeten die neue Situation. Die Waffe wird in zehn Stunden die Erde erreichen. Die Schiffe der Aquatiker sind zu langsam, um sie einzuholen. Einzig Degras leicht bewaffnetes Schiff ist schnell genug. Archer beschließt, den Planetenkiller mit einem Enterkommando von innen zu zerstören. Der Primaten-Vertreter erinnert den Captain an sein Versprechen, die Sphären auszuschalten. Die Aquatiker erwarten dessen Einhaltung. Trip und T'Pol erhalten den Auftrag, nach Archers Aufbruch zur Sphäre 41 zu fliegen und über sie das gesamte Sphärennetzwerk auszuschalten. In der Waffenkammer berichtet Reed den versammelten MACOs von Hayes Tod. Dann sucht er mehrere Freiwillige aus, die mit ihm zusammen die Xindi-Waffe entern werden. Derweil kommt Archer auf die Krankenstation. Er erkundigt sich nach Hoshi. Ihr Zustand ist stabil, doch ist sie immernoch bewusstlos und die Parasiten in ihrem Kopf sind alles andere als harmlos. Archer will wissen, was sie an Bord der Waffe gesehen hat. Phlox lässt sie frühestens in zwei Stunden aufwecken. Archer befiehlt, Ensign Sato trotz Protest des Doktors auf Degras Schiff zu bringen.

Unterdessen findet im Vortex zwischen Dolim und dem Anführer der Insektoiden ein Gespräch statt. Letzterer hält das hilfreiche Auftauchen der Anomalien für keinen Zufall. Er verweist auf Archers Behauptung, die Beschützer würden die Sphären kontrollieren. Der Insektoide ist sich nicht mehr so sicher, ob Degra wirklich ein Verräter war. Daraufhin trennt Dolim die Verbindung und lässt das Insektoiden-Schiff vernichten, um kein weiteres Risiko einzugehen. Zur gleichen Zeit geht Archers Team an Bord von Degras Schiff. Trip und T'Pol wünschen dem Captain viel Glück. Dann trennen sich die Schiffe und machen sich auf den Weg…

Analyse

Immer noch sind wir mitten drin im großen Finale der dritten Staffel und auch dieses Mal tut sich wieder einiges: Archer gewinnt die Aquatiker für sich, ein erneuter Kampf um den Planetenkiller entbrennt und schließlich mischen sogar die Sphärenbauer aktiv mit. Am Ende regen sich dann auch noch bei den Insektoiden Zweifel am Plan – allerdings leider zu spät. Die Waffe ist unterwegs zur Erde und nur eine kleine Gruppe um Captain Archer und Reed kann den Planeten noch retten. Dies werden wir aber erst in der nächsten Folge "Stunde Null" (Org. "Zero Hour") sehen, was wohl auch keinen überrascht. Spätestens seit Galaxy Quest wissen wir ja, dass der Timer immer erst in der letzten Sekunde stoppt.

"Countdown" (Org. "Countdown") ist eine der Folgen, Prädikat: "atemberaubend". Bedenkt man den Inhalt, ist es kein Wunder, dass der Schwerpunkt noch deutlicher als letzte Woche in "Der Rat" (Org. "The Council") auf Action liegt. Diese ist auch hervorragend visuell umgesetzt. Die Raumschlacht hat bereits Kinoqualität. Trotzdem werden die Charaktere bei weitem nicht vergessen. So gibt es bei deren Entwicklung meist eher kleinere Momente, wie T'Pols Geständnis gegenüber Trip oder die immer engere Beziehung zwischen Archer und seinen Xindi-Verbündeten. Nachdem nämlich Degra, als der Xindi, welcher den Menschen am nächsten stand, letztes Mal ermordet wurde, zeigen mittlerweile immer mehr der anderen Xindi-Ratsvertreter in bester Trek-Manier Interesse an einer friedlichen Lösung mit den Menschen. Gleichzeitig sammelt Hoshi allerdings deutlich schlechtere Erfahrungen mit den Xindi-Reptilien. Sie wird gefoltert und mit Pasrasiten für deren Zwecke gefügig gemacht. Später kann sie zwar ein MACO-Team retten, doch macht die junge Offizierin auf der Krankenstation keinen guten Eindruck. Es bleibt auf jeden Fall abzuwarten, wie die Reptilien in eine friedliche Beziehung zwischen Xindi und Menschen hineinpassen. Hoshis Rettungsaktion verläuft leider alles andere als optimal. Es war abzusehen, dass die Verlustliste der Menschen noch länger werden würde. Nun hat es also Major Hayes getroffen. Es ist wirklich schade, dass fast alle der bekannteren wiederkehrenden Nebencharaktere jetzt aufs Finale hin einer nach dem anderen sterben müssen. Hayes' Beziehung zu Reed hatte sich ja seit "Der Vorbote" (Org. "Harbinger") offensichtlich gebessert, auch wenn die beiden keine wirklichen Freunde waren. Der Tod des MACO-Majors war aber offensichtlich nötig, denn nun darf beziehungsweise muss Reed mit dem Captain im Finale den Planetenkiller infiltrieren. Außerdem soll dem Zuschauer woll noch einmal klar gemacht werden, dass die Mission der NX-01 keinesfalls ein Zuckerschlecken ist und sogar die besten Offiziere umkommen können. Einen Führungsoffizier kann man da weniger leicht opfern, als einen wiederkehrenden Charakter, während das berühmt-berüchtigte "Ensign-Redshirt-Opfer" beim Zuschauer wohl zu wenig Eindruck hinterlässt.

In einem ihrer Gespräche sind sich Hayes und Reed darüber einig, dass die MACO-Soldaten inzwischen sehr gut in die Crew der NX-01 integriert sind. Sie hätten ihre Außenseiterrolle abgelegt. Mich stört allerdings die Tatsache, dass wir von diesem Integrationsprozess eigentlich nichts gesehen haben. In "Die Xindi" (Org. "The Xindi") gab es eine nette kleine Szene, in der sich Hoshi beim Essen an einen Tisch voller MACOs setzte. Damals wurde recht gut deutlich, dass die Soldaten eine Gruppe von Außenseitern waren, gleichzeitig aber die Besatzungsmitglieder auf diese zugingen. Diese Szene wäre ein sehr guter Grundstein für eine folgende Entwicklung gewesen. Beispielsweise hätten sich ein MACO und ein Besatzungsmitglied – vielleicht ja einer der wenig beschäftigten Ensigns Mayweather und Sato – anfreunden können oder ähnliches. Allerdings kam in dieser Richtung leider gar nichts. Die einzige Beziehung, welche mehr oder weniger kontinuierlich fortgeführt wurde, war die zwischen Reed und Hayes, welche hoffentlich nicht repräsentativ war, denn sonst wäre Enterprise wohl ins Wrestling-Genre abgedriftet. Bereits im Laufe von Star Trek – Voyager hatten es die Autoren versäumt, das Zusammenwachsen von Maquis- und Sternenflottenpersonal etwas genauer darzustellen. Offensichtlich haben die Autoren daraus nichts gelernt und vergeben diese Chance ein zweites Mal. Mir persönlich wäre es auf jeden Fall lieber, nicht nur ein Ergebnis präsentiert zu bekommen, sondern auch die Entwicklung zu dem selbigen. Bedenkt man den Prequel-Charakter von Enterprise ist dies ja eigentlich genau der Anspruch, den die Serie für sich erhebt: Die Entwicklung zu den späteren Serien zu zeigen. Manch einem Fan könnte es vielleicht auch noch negativ auffallen, dass der Planetenkiller der Xindi gerademal zehn Stunden Flugzeit bis zur Erde benötigt. Erinnern wir uns zurück an "Die Ausdehnung" (Org. "The Expanse"), dort brauchte die Enterprise noch mehrere Wochen für die gleiche Strecke. Sicher, die Xindi haben eine bessere Technologie und sind daher wohl schneller, aber das finde ich etwas übertrieben. Andererseits kann man diesen Zug der Autoren wiederum nachvollziehen, denn bräuchte die Waffe länger – und wären es nur mehrere Tage – dann hätten die Menschen genügend Zeit, um eine Verteidigungslinie aufzubauen. Nun liegt es aber an Archer, die Menschheit zu retten.

Positiv:

  • kinoreife Effekte
  • spannende Entwicklungen bei Charakteren und Staffelplot
  • Hoshi rückt etwas in den Vordergrund

Negativ:

  • wieder sehen wir nur Ergebnisse statt Entwicklungen

Wertung

"Der Rat" (Org. "The Council") hatte ein hohes Niveau vorgelegt, "Countdown" (Org. "Countdown") kann dieses halten. Es scheint, als kämen die Autoren allmählich dahinter, wie man auch aus Enterprise eine wirklich gute Star Trek-Serie machen kann. Die Folge erhält ebenfalls acht von zehn Punkten. Sie zeigt einige wichtige Entwicklungen besonders im Bezug auf die Xindi und die Sphärenbauer. In dieser Art darf Enterprise von mir aus noch lange weiter machen. Für die Erde sind die neuen Entwicklungen, wie es scheint, aber vorerst bedeutungslos, denn zwischen ihr und dem Planetenkiller steht nur noch Archers kleine Truppe. Deren Einsatz sehen wir dann nächstes Mal im Abschluss des großen Finales "Stunde Null" (Org. "Zero Hour")…

Review von Bernd Paulus

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