1.05 – In guter Hoffnung
Unexpected

· Guide Enterprise
Autor

Staffel 1, Episode 5: In gute Hoffnung (Unexpected)Die Crew der Enterprise entdeckt ein beschädigtes Schiff und bietet ihre Hilfe an. Chefingenieur Charles Tucker geht an Bord, wo er sich mit einem weiblichen Besatzungsmitglied anfreundet, die ihm die Technik und die Rituale ihres Volkes zeigt, während er den beschädigten Antrieb repariert. Zurück an Bord der Enterprise wachsen Tucker plötzlich Nippel und Schiffsarzt Dr. Phlox diagnostiziert etwas ziemlich einmaliges: Der Chefingenieur ist schwanger – und das Schiff der Fremden schon lange fort.

Fakten

  • Erstausstrahlung USA: 17.10.2001
  • Erstausstrahlung BRD: 04.04.2003
  • Produktionsnummer: 005
  • Story: Rick Berman & Brannon Braga
  • Drehbuch:
  • Musik: Jay Chattaway
  • Regie: Mike Vejar 
  • Missionsdatum: Unbekannt

Hauptdarsteller

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Gastdarsteller

Wissenswertes

  • Commander Charles Tucker soll in dieser Episode schwanger werden, nachdem er sich auf ein ausserirdisches Schiff begeben hat, um bei der Reparatur des Antriebes zu helfen.
  • Offensichtlich wird dies die erste Comedy-Episode von "Enterprise" werden.

Zusammenfassung

Als auf der "Enterprise" unerklärlicherweise mehr und mehr Systeme ausfallen, ist dies der Besatzung mal eine nähere Untersuchung wert. Dabei entdeckt man ein getarntes Schiff, welches hinter der Enterprise herfliegt, und durch den Plasmaausstoss des Sternenflottenschiffes ihren eigenen, defekten Antrieb versorgt. Unglücklicherweise wird dadurch aber das Warpfeld der Enterprise gestört, wodurch die Fehlfunktionen auf der Enterprise entstehen. Captain Archer kontaktiert darauf das Schiff, welches sich dann auch enttarnt. Die Xyrillianer entschuldigen sich beim Captain für die Fehlfunktionen, von denen sie nichts wussten, und Archer bietet ihnen Hilfe bei der Reparatur des beschädigten Warpantriebs an. Commander Tucker wird in seiner Funktion als Chefingenieur für diese Aufgabe ausgesucht, und von Mayweather mit einem Shuttle zu dem Schiff der Xyrillianer gebracht, wo er erst einmal drei Stunden in einer Dekompressionskammer verbringen muss, damit sich sein Körper an die Verhältnisse aus dem fremden Schiff anpassen kann.Nach einigen Anpassungsschwierigkeiten geht Tucker dem Ingenieur des xyrillianischen Schiffes, einer Frau namens Ah'len, bei den Reparaturen des Warpantriebs zur Hand, und die Reparatur gelingt auch. Tucker ist begeistert von der Zusammenarbeit mit Ah'len, da dies für ihn eine ganz neue Erfahrung ist, und nach und nach freundet er sich auch mit ihr an. Da es noch einige Zeit dauern wird bis sich die Warpspulen des Schiffes wieder aufgeladen haben, bringt Ah'len Tucker in einen Raum mit schillernden Wänden, der sich als technologisch sehr fortschrittliches Holographiezentrum herausstellt. Sie zeigt ihm ihren Heimatplaneten, macht mit ihm eine kleinen Bootsfahrt und zu guter Letzt stellt sie ihm auch noch ein Spiel ihrer Spezies vor. Bei diesem "Spiel" stecken beide "Spieler" ihre Hände in einen kleinen Kasten, der mit einer Art von Kristallen gefüllt ist. Zwischen den Beiden beginnt Energie zu fliessen, und jeder kann die Gedanken des Anderen lesen. Nachdem die Spulen des Schiffes wieder aufgeladen sind, kehrt Tucker zurück auf die Enterprise, die Xyrillianer bedanken sich für die geleistete Hilfe, und beide Schiffe fliegen mit Warp in unterschiedliche Richtungen davon.

Kurz nachdem Tucker zurück auf das Sternenflottenschiff gekommen ist, entdeckt er einen seltsamen Ausschlag an seinen Handgelenk, und muss schliesslich von Dr. Phlox erfahren, dass er schwanger ist. Natürlich unterstellt man ihm sexuellen Kontakt zu einem der xyrillianischen Besatzungsmitglied, was Tucker aber empört von sich weisst. Er sei nur mit Ah'len zusammengewesen, wobei aber nichts geschehen sei, denn er würde doch nicht einfach seine Karriere in der Sternenflotte aufs Spiel setzen. Auch gefällt ihm die Tatsache nicht besonders, dass das Baby offensichtlich keinerlei genetisches Material von ihm selbst enthält, und er wohl nur der Wirtskörper ist. Er möchte deswegen von Dr. Phlox wissen, ob man den Nachwuchs ohne Probleme in einen anderen Körper übertragen kann, worauf dieser aber keine Antwort hat. Der Besatzung der Enterprise bleibt also nichts anderes übrig als sich auf die Suche nach dem Schiff der Xyrillianer zu machen.

Das Schiff der Xyrillianer zu finden erweist sich als schwieriger wie zuerst angenommen. Tucker beginnt langsam aber sicher zu verzweifeln und zeigt alle Anzeichen einer Schwangeren, wie beispielsweise die berühmte Fressucht. Aber schliesslich findet man das Schiff doch, dessen Warpantrieb schon wieder ausgefallen ist, und das sich dieses Mal hinter einem klingonischen Schlachtschiff versteckt, was nicht gerade die beste Idee ist. Archer ist sich bewusst, dass er das Schiff nicht kontaktieren kann, ohne das es die Klingonen bemerken, weswegen er zuerst einmal das klingonische Schiff anfunkt. Auch dies ist nicht gerade die beste Idee, denn als Antwort kommen erst einmal ein paar Photonentorpedos geflogen. Archer lässt aber nicht locker, und schliesslich spricht der klingonische Captain doch mit ihm. Archer fragt ihn nach ein paar seltsamen Fehlfunktionen, die das klingonische Schiff möglicherweise in den letzten Tagen hatte, worauf der klingonische Capatin der Meinung ist, die Besatzung der Enterprise hätte sein Schiff überwacht, was eindeutig in Akt der Aggression ist. Archer kann ihn jedoch davon überzeugen, dass nicht er für diese Fehlfunktionen verantwortlich ist, sondern ein Schiff, welches sich im "Kielwasser" des klingonischen Schlachtkreuzers befindet. Ressourcen der Klingonen anzuzapfen ist eine absolut schlechte Idee, und die Klingonen wollen das Schiff der Xyrillianer deswegen auch umgehend zerstören, trotz der Einwände von Archer. T'Pol mischt sich schliesslich in die Diskussion zwischen Archer und dem Klingonen ein, und sie kann ihn auch davon überzeugen, dass die Klingonen Archer noch etwas schulden, da Dieser schliesslich erst vor einem Monat das klingonische Imperium vor einem Bürgerkrieg bewahrte. Als die Klingonen aber schliesslich fragen, weshalb Archer ein so grosses Interesse an dem Schiff der Xyrillianer hat, muss Tucker seine anderen Umstände, die er bisher doch recht geheim halten konnte, preisgeben, sehr zum Amüsement der Klingonen. Die Klingonen stimmen zu das Schiff der Xyrillianer zu verschonen, wenn deren holographische Technologie an das klingonische Imperium weitergegeben wird.

Sowohl die Klingonen als auch Tucker gehen auf das Schiff der Xyrillianer. Ah'len wusste nicht, dass auch ein Mitglied einer anderen Spezies durch sie schwanger werden kann, aber Tucker ist sehr froh zu erfahren, dass man das Kind in einen anderen Wirtskörper übertragen kann. Auch die Klingonen bereuen es wohl nicht, dass sie das Schiff der Xyrillianer nicht zerstört haben, denn deren holographische Technologie ist nunmal wirklich beeindruckend, und sie werden sie an die Klingonen weitergeben.

Tucker kehrt zurück auf die Enterprise, wobei es für ihn wohl schlimmer war den Dekompressionszyklus mit den Klingonen zusammen durchstehen zu müssen, als der erste männliche Schwangere in der Geschichte der Menschheit zu sein. Ein letztes Mal kontaktiert Archer den klingonischen Captain, und bietet ihm auch für die Zukunft seine Hilfe an. Die Klingonen sind aber mehr der Ansicht, ihre Schuld bei Archer sei durch ihre Kooperation nun beglichen, und sie legen ihm doch sehr nahe ihnen in Zukunft aus dem Weg zu gehen.

Analyse

Zu dieser Episode muss ich an erster Stelle einmal sagen, dass wir hier wohl das dümmlichste Raumschiff einer ausserirdischen Spezies in der Geschichte von Star Trek zu sehen bekommen. Gras wächst teilweise auf dem Boden, an manchen Wänden wächst die Nahrung der Xyrillianer, und in riesigen Tanks befinden sich aalartige Lebewesen, die den Xyrillianer ebenfalls als Nahrung dienen. Der Warpantrieb ist eine völlig wirre Anordnung von Schläuchen und blinkenden Lichtern, die mich an einen Computer aus der Steinzeit erinnerten. Auch nervte mich an dieser Episode sowohl die Einbeziehung der holographischen Technik als auch die Klingonen. Holodecks sind eine Erfindung von "Star Trek: The Next Generation" und hatten in dieser Episode und auch in der ganzen Serie absolut nichts zu suchen. Recht witzig hierbei war aber die Aussage von T'Pol, nach der Holodecks auf Raumschiffen wohl genau für das konstruiert worden sind, was Tucker wohl mit Ah'len angestellt hat. Sowieso versucht die Episode mit Witz zu glänzen, aber auch dieses Mal geht das nicht ganz konform mit meinem Geschmack für Humor. Ein Archer unter der Dusche, und die künstliche Gravitation fällt aus, wonach er erst einmal mit Tausenden von Wassertropfen an die Decke schwebt, und dann natürlich ziemlich hart auf den Boden knallt. Witzig? Finde ich nicht, aber wenigstens gibt es für die wenigen weiblichen Star Trek-Fans auch einmal etwas nackte Haut zu sehen. Tucker wachsen zwei neue "Brustwarzen" aus dem Handgelenk. Sieht amüsant aus, aber witzig finde ich es nicht. Auch das sich Tucker so einfach mit seiner Schwangerschaft abfindet, ist mir ein wenig unverständlich. Hat der Typ denn niemals in alten Erdenarchiven des 21.Jahrhunderts gewühlt und sich solche Filme wie "Alien" angeschaut? Wenn er das jemals getan hätte, dann hätte er sich das Teil wohl mit einem Löffel aus dem Körper geschnitten. Und wieso und weshalb man die Klingonen hier mit einbrachte, ist mir ein Rätsel. Die einzige Erklärung für mich ist, dass man nach "Aufbruch ins Unbekannte" (Org. "Broken Bow") einen Anlass suchte, um die – nennen wir es mal – gespannte Beziehung zwischen der Sternenflotte und dem klingonischen Imperium wieder herzustellen. OK, kommen wir mal zu der allwöchendlichen Positiv/Negativ-Liste, in der die üblichen Kleinigkeiten zusammengefasst sind.

Positiv:

  • Die Reaktionen von Captain Archer auf die Schwangerschaft von Tucker. Die waren wirklich witzig!
  • Auch die Aussagen von Dr. Phlox diesbezüglich; einfach nur köstlich!
  • Einen so alten klingonischen Schlachtkreuzer habe ich wirklich schon lange nicht mehr gesehen, was mal wieder sehr nett war.
  • T'Pol übertreibt bei den Klingonen ein wenig wie Spock zu seinen besten Zeiten, was auch sehr angenehm war.
  • Mein Lieblingssatz: T'Pol auf trockenste vulkanische Weise zu Tucker: "Drei Tage. Sie waren nur drei Tage dort und konnten sich nicht zurückhalten!"

Negativ:

  • In zwei aufeinanderfolgenden Episoden steht Tucker im Mittelpunkt. Hey, es sind noch einige andere Charaktere auf diesem Raumschiff, über die ich auch mal gerne was erfahren würde.
  • Eine Aussage von Ah'len, die mich wirklich an der Welt zweifeln lies: "This is the closest we can come to water." Wasser- und Sauerstoffatome zu finden, muss wirklich sehr, sehr schwer sein. Vor allem da Tucker wohl irgend etwas auf diesem Schiff atmen muss, und diese Aale in irgend etwas schwimmen, was doch sehr flüssig ausschaut.
  • Und der Klingone muss bei der holographischen Nachbildung von Kronos natürlich einen Satz bringen, der da "I can see my house from here!" lautet. Oh bitte!

Wertung

Dies ist sicherlich eine Episode, die nicht in die Geschichte von Star Trek als Highlight eingehen wird, aber sie ist zumindest ansatzweise doch witzig. Geben wir ihr sieben aus zehn Punkten, denn auch wenn sie nicht wirklich schlecht ist, so kann sie sich doch nicht mit den bisher Ausgestrahlten messen. Vor allem muss ich auch ehrlich gestehen, dass ich nach den ganzen Interviews in den letzten Wochen ein wenig mehr von dieser Episode erwartet hatte, was dann aber eben leider nicht kam.

Fehler

  • Die Sache mit dem H2O habe ich ja schon in der Analyse angesprochen.
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