2.23 Das Ultimatum
The Thaw

· Guide Voyager
Autor

voy2x23Die Crew der Voyager antwortet einem automatischen Notruf, der von einigen Überlebenden einer planetarischen Katastrophe gesendet wird. Die Überlebenden können nicht aus dem Zustand der Stasis geholt werden. Zwei von Ihnen sind offensichtlich aus Angst gestorben. Kim und Torres erkunden das Phänomen genauer und begegnen dem Grauen.

Fakten

  • Erstausstrahlung USA: 29.04.1996
  • Erstausstrahlung BRD: 20.03.1997
  • Produktionsnummer: 139
  • Story: Richard Gadas
  • Drehbuch: Joe Menosky
  • Musik:
  • Regie: Marvin V. Rush  
  • Sternzeit: Unbekannt
  • Jahr: 2372

Hauptdarsteller

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Gastdarsteller

Weitere Auftritte der Gastdarsteller

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Zusammenfassung

Harry spielt auf seiner Klarinette, während ihm Tom zuhört. Ein Schlag gegen die Wand macht ihn darauf aufmerksam, dass sein Nachbar wohl kaum seine Liebe zu klassischer Musik teilt. Harry beschwert sich über die mangelnden Übungsmöglichkeiten an Bord der Voyager. Die Beiden werden auf die Brücke gerufen und starren kurze Zeit später auf einen Planeten. Die Sensorenauswertung ergibt, dass es auf dem Planeten eine Eiszeit gegeben hat, welche allerdings nur neunzehn Jahre dauerte. Von dem Planeten erhält man eine automatische Nachricht, in welcher die ehemaligen Bewohner darauf hinweisen, man solle sie doch bitte in Ruhe lassen. Ungeachtet der Obersten Direktive lässt Kathryn einen Sensorscan des Planeten durchführen, und 2.3 Kilometer unter der Oberfläche entdeckt Harry etwas, was klein genug wäre, um es an Bord zu beamen, und in diesem Etwas befinden sich Lebenszeichen. Kurze Zeit später befinden sich fünf neue Stasiskammern an Bord der Voyager. Zwei der Ankömmlinge sind allerdings nicht mehr am Leben. Auch sind die Kammern untereinander in einer Art neuralem Netz verbunden, und obwohl die Körper in Stasis sind, kann man lebhafte Gehirnaktivität messen. Man kommt zu dem Beschluss, dass die ehemaligen Bewohner des Planeten das Ende der Eiszeit in einer virtuellen Umgebung abwarten wollten.
Die beiden Toten sind an Herzversagen gestorben, wie eine medizinische Untersuchung ergibt, und auch die drei überlebenden zeigen starke Stresssymptome. Der Computer scheint allerdings perfekt zu funktionieren, weswegen sich niemand einen Reim darauf machen kann, wieso die überlebenden das System nicht schon längst verlassen haben. Kathryn beschließt die zwei "ungenutzten" Kammern zu benutzen, um die drei Anderen aufzuwecken. Als Freiwillige werden B'Elanna und Harry für diese Mission ausgewählt.

B'Elanna und Kim begeben sich in die Stasis und finden sich kurz darauf in einer ungewohnten Umgebung wieder: Ein Raum, welcher mit Pantomimen gefüllt ist. Tänzer, Jongleure, Zwerge und maskierte Gaukler. Allerdings sehen sie zuerst nicht die drei Außerirdischen, welche man problemlos und ihrem "normalen" Aussehen erkennen kann. Ein Clown kommt auf die Beiden zu und macht ihnen den Vorschlag, sie sollen zu tanzen beginnen. Von der tanzenden Menge werden die beiden Sternenflottenoffiziere zu einer Plattform dirigiert, auf welcher sich eine pinkfarbene Guillotine befindet. Die Beiden versuchen zu entkommen, aber es bleibt bei dem Versuch. Harry wird gefesselt und befindet sich kurz darauf in der Guillotine. Bevor ihn der Clown allerdings einen Kopf kürzer machen kann, im wahrsten Sinne des Wortes, erscheinen die drei Außerirdischen und beenden diesen Spaß. Sie überzeugen den Clown davon, dass es auch in seinem Interesse sei, die Neuankömmlinge nicht zu verletzen. Harry wird wieder freigelassen und wir bekommen Informationen darüber, was in dieser virtuellen Welt schief gelaufen ist. Die Außerirdischen erzählen Harry und B'Elanna über diesen Ort und über den Clown, welcher sie nicht mehr aus dieser virtuellen Welt lassen möchte. Harry versteht, dass ihre Anwesenheit die weitere Existenz des Clowns sichert; ihre Gedanken steuern das Netzwerk und ohne ihre Anwesenheit gibt es kein Netzwerk mehr, und damit auch keinen Clown. Nachdem Harry und B'Elanna nun auch an das Netzwerk angeschlossen sind, wurden sie zu einem Teil des Clowns und er zu einem Teil von ihnen, und er kennt ihre Gedanken. Kurz darauf erscheint eine Eingabekonsole an der Wand; es ist ein Rückkehrprogramm von Kathryn, mit dem Harry und B'Elanna die virtuelle Welt wieder verlassen können. Harry und B'Elanna möchten gehen, aber der Clown droht damit, einen der verbleibenden Außerirdischen, welche übrigens Kohl heißen, zu töten, wenn sie das machen würden. Zuerst glauben sie nicht an dessen Möglichkeiten hinzu, erinnern sich aber an die Aussage des Doktors, dass ihre Vorgänger an Herzversagen gestorben sind. Sie stellen die Theorie auf, dass ein virtueller Tod in dieser Umgebung auch einen realen Tod zur Folge hat.

Auf der Voyager wundert sich Kathryn darüber, dass ihre Offiziere nicht aus der Stasis erwachen. Sie versuchen sie selbst aufzuwecken, was ihnen aber nicht gelingt.

Der Clown möchte niemanden aus seiner Welt entlassen, aber nachdem er die Gedanken von Harry gelesen hat stimmt er zu, einen wieder in die reale Welt zu entlassen. Vorher möchte er sich aber noch mit seinen Günstlingen beraten.

Harry und B'Elanna sprechen wieder mit den drei Kohl, welche ihnen erklären, dass der Clown eine Manifestation ihrer Ängste ist, welcher in den letzten Jahren immer stärker wurde. Sie bestätigen, dass der Clown ihre Gedanken kennt, schließlich sind ihre Gedanken ein Teil des Systems und er ist eine Kreation des Systems.

Der Clown beschließt B'Elanna gehen zu lassen, nachdem er Interesse an Harry gezeigt hat. Scheinbar ist er der Ansicht, er könne mit Harry etwas mehr Spaß als mit B'Elanna haben.

B'Elanna erwacht wieder und die unvermeidbare Besprechung folgt, bei welcher sie die Forderungen des Clowns präsentiert. Oberflächlich betrachtet ist es eine nachvollziehbare Forderung, denn schließlich möchte er nur existieren. Aber er existiert unwillkommen in den Gedanken realer Leute, was Kathryn weniger positiv betrachtet. Theoretisch würde auch ein künstliches Gehirn seinem Anspruch nach Leben genügen, aber das wäre wohl kaum so lustig. Kathryn stellt die rhetorische Frage, wie man mit einer Emotion verhandeln soll, welcher der Clown ja schließlich lediglich ist. Neelix macht den Vorschlag, die Angst mit Lachen zu bekämpfen, was Kathryn nun gar nicht lustig findet. Momentan können sie nur die Entscheidung treffen, keine realen Personen mehr in die virtuelle Welt zu schicken. Sie benötigen jemanden, der weniger verwundbar ist.

In der virtuellen Welt setzt Harry seine Unterhaltung mit den drei Geiseln fort. Er glaubt fest an eine bevorstehende Rettung durch Kathryn, wovon die drei Kohl aber nicht überzeugt sind. Sie sind der Ansicht, sie wären nur die Marmorblöcke für die entsetzliche Kunst des Clowns. Dieser kommt zurück und ist nicht sehr erbaut über den Widerstand von Harry. Aus diesem Grund beginnt er seine Spielchen mit ihm. Zuerst wird Harry alt und schwach, und kurz darauf zu einem weinenden Baby in einer Sternenflottenuniform. Harry stört dies weniger, da für ihn hier nichts real ist, aber der Clown kontert, wenn seine einzige Realität eine Illusion ist, dann wird diese Illusion zur Realität. Harry erwidert, das einzige was man zu fürchten hat ist die Furcht selbst. Der Clown führt ihn deswegen in eine Jugenderinnerung zurück, welche Harry Angst einjagt. Er war damals auf einem Planeten, wo es zu einer Katastrophe kam, und der Clown zeigt ihm dies noch einmal in der unverblümten Grausamkeit. Als Harry zu schreien beginnt, erscheint der Doktor und gibt dem Clown einen Tipp bezüglich chirurgischen Techniken. Der Clown protestiert gegen die Anwesenheit des Doktors, der sich als Kathryns neuer Unterhändler ausgibt. Wie soll er mit ihm verhandeln, wenn er seine Gedanken nicht lesen kann, möchte der Clown wissen. Der Doktor antwortet nur, er hätte ein sehr vertrauenswürdiges Gesicht. Er erklärt dem Clown, dass Kathryn die Anwesenden befreien möchte, ihm aber ein simuliertes Gehirn überlassen würde, damit er weiterexistieren kann. Der Clown lehnt diesen Vorschlag ab und möchte wissen, wer diese Janeway sei. Sie ist diejenige, welche den Aus-Schalter in der Hand hält, antwortet ihm der Doktor. Er erinnert ihn daran, dass die simulierte Welt ziemlich nahe an der Realen wäre, wenn man hier überhaupt von so etwas reden kann. Der Clown fragt einen der Geiseln, ob dies überhaupt möglich sei, was Dieser bestätigt.

Zurück auf der Voyager berichtet der Doktor von den Verhandlungen, und Kathryn erwägt eine Rettungsmission. Der Doktor merkt an, dass dies nicht so einfach werden wird. Für B'Elanna ist dies zwar möglich, aber es wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Zur Ablenkung soll der Doktor wieder zurück in die virtuelle Welt.

In der virtuellen Welt ist der Clown etwas betrübt, da es hier nicht mehr das Gleiche ist, seitdem der Doktor auf der Bildfläche erschien. Seine Untergebenen versuchen ihn aufzumuntern, und schlagen ihm vor, seine Frustration an den Geiseln abzulassen. Sie schlagen ein Spiel vor, was dem Clown gefällt. Bei den Vorbereitungen zu diesem Spiel werden sie allerdings vom Doktor gestört, welcher wieder zurück ist. Er überbringt dem Clown den neuen Vorschlag von Kathryn, der davon für einen Moment fasziniert ist.

B'Elanna beginnt mit der Durchtrennung der Bahnen, von denen insgesamt vierzig vorhanden sind.

Während der Doktor mit dem Clown spricht, verschwinden Teile des Raumes. Zuerst Wandteppiche, dann Personen und schließlich genug, dass es die Aufmerksamkeit des Clowns erregt. Er erkennt sofort was hier geschieht und deutet auf einen der Kohl, welcher kurz darauf mit der Guillotine Bekanntschaft macht und schließlich einen Kopf kürzer ist.

Auf der Voyager bemerkt Kes die Veränderung in den Lebenszeichen des einen Kohl; sein Streß- und Angstniveau erhöht sich, bis schließlich sein Tod eintritt. B'Elanna, welche fast mit ihrer Arbeit fertig ist, wird gestoppt, als eine weitere Geisel die selben Symptome zeigt. B'Elanna soll die Verbindungen wieder herstellen. Sie haben verloren, murmelt Kathryn. Sie haben gewonnen, jubelt der Clown.

Kathryn trifft sich mit dem Doktor, der sie zu trösten versucht. Sie ist aber nicht in der Stimmung dafür. Sie beginnt ein Selbstgespräch über die Eigenschaften der Angst. Angst ist ein Adrenalinanstieg; Personen suchen die Grenzen ihrer Existenz, lechzen nach der Erregung. Was sucht die Angst also selbst. In ihrem Kopf entwickelt sich eine Idee.

In der virtuellen Welt wird gefeiert. Der Clown sagt zu Harry, dass er für den Versuch von Kathryn bestraft werden wird, aber zuerst wird jetzt einmal gefeiert. Die Festivitäten werden durch die Ankunft des Doktors unterbrochen. Er weiß wie man eine Party beendet, sagt der Clown zu ihm. Dazu benötigt man nicht viel, antwortet der Doktor, und übermittelt ihm das Ultimatum von Kathryn. In sechzig Sekunden wird sie das System runterfahren, wenn er ihren Bedingungen nicht zustimmt. Den Clown scheint dies nicht zu stören. Der Doktor zählt die Sekunden weiter runter und fordert die Freilassung der Geiseln. Im Gegenzug wird der Clown dafür ein anderes, reales Gehirn erhalten, das von Kathryn. Als die Zeit abgelaufen ist, stimmt der Clown zu.

Der Doktor berichtet, dass der Handel akzeptiert wurde und Kathryn trifft Vorbereitungen. In der VR trifft auch der Clown Vorbereitungen für die Ankunft von Kathryn. Alles soll glänzen und funkeln, wenn sie hier erscheint. Er bemerkt die Gedanken von Harry, nach denen sich ein Captain für seine Besatzung opfert. Auch bemerkt er die Veränderung, als Kathryn seine Welt betritt.

Als Dieser erscheint, wird es ruhig im Saal. Der Clown begrüßt sie herzlich aber auch ehrfürchtig. Nachdem sich Kathryn bei Harry über den Zustand der Leute informiert hat, fordert sie vom Clown den Einhalt seines Teils der Abmachung. Kurz darauf sind alle außer dem Clown und Kathryn verschwunden. Sie versteht, dass es ein paar Minuten dauern wird, bis der Clown ihre Gedanken lesen kann. Der Clown sagt ihr, dass sie viel Spaß miteinander haben werden. Als er in dem sicheren Gefühl des Sieges ist, enthüllt Kathryn die Wahrheit. Er möchte dies doch genauso sehr beenden wie sie, und sie gibt ihm die Chance dazu. Der Clown ist entrüstet, und Kathryn konfrontiert ihn mit weiteren Wahrheiten. Sie ist nur ein künstliches Gehirn, und auch nur teilweise in das System eingebunden, gerade genug dass er sie fühlen kann, aber zuwenig, dass er sie hier gefangen halten kann. Der Raum beginnt sich zu drehen und dem Clown wird schwindelig.

Auf der Voyager steigen die Personen aus ihren Stasiskammern und auch Kathryn erwacht wieder.

In der virtuellen Welt ist alles verschwunden. Nur noch der Clown und Kathryn sind hier. Sie hat ihn angelogen, murrt der Clown und Kathryn antwortet ihm, Angst würde nur bestehen, damit man sie besiegen kann. Was mit ihm geschehen wird, möchte der Clown wissen. Wie jede Angst wird er letztlich verschwinden, lautet die Antwort. Er hat Angst, flüstert der Clown, während er langsam aber sich in das Nichts verschwindet. Kathryn weiß dies.

Fehler

  • SYNCHROBUG: Harry fragte den Clown "Sind Sie eine Lebensform oder vielleicht ein Computervirus, der in dieses System eingedrungen ist?". Ein Virus ist ein Neutrum, weswegen es "DAS Virus" heissen müsste.
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